Wegen Corona-Auflagen Kippenheimer sagen Weinfest erneut ab

Das bis dato letzte Kippenheimer Weinfest: 2019 wurde Laura Lang (hier bei der Antrittsrede) zur Weinkönigin gekürt. Aufgrund der erneuten Absage der Traditionsveranstaltung verlängert sich ihr Mandat nunmehr zum zweiten Mal. Foto: Decoux-Kone

Kippenheim -  Es war zu befürchten, nun ist es offiziell: Wie schon 2020 fällt das Kippenheimer Weinfest auch dieses Jahr Corona zum Opfer. Das gab Josef Kupfer vom Vorstand des Musikvereins bei der Hauptversammlung bekannt. Den Beschluss hätten beteiligte Vereine, Winzergenossenschaft und Gemeinde bereits am vergangenen Mittwoch einstimmig gefasst.

Neben der Ungewissheit, wie sich die Pandemie weiterentwickelt, hätten vor allem die aktuell geltenden Auflagen die Interessengemeinschaft Weinfest zur Absage bewogen, erklärte Kupfer. Maximal 1500 Menschen wären auf dem Festgelände zugelassen, und dieses hätte auch noch eingezäunt werden müssen. Zwecks Nachverfolgung hätten die Kontaktdaten erfasst werden müssen, bei mehr als 300 Besuchern hätte zudem Maskenpflicht gegolten. Überdies wäre man wohl nicht um die Verpflichtung eines Security-Dienstes herumgekommen. Unterm Strich stand die Feststellung: "So hat es keinen Wert."

Das sieht auch Bürgermeister Matthias Gutbrod so, wie er am Montag der LZ sagte: »Ein Weinfest unter Pandemie-Bedingungen bietet kein Flair.« Zudem würde es für Vereine in Corona-Zeiten noch schwieriger, Helfer zu finden.

Dass die 68. Auflage des Kippenheimer Weinfests also erst 2022 gefeiert wird, wirkt sich freilich auch auf Laura Lang aus. Die 23-Jährige aus den Reihen des Musikvereins war 2019 zur Weinkönigin gekrönt worden. Nachdem ihr Mandat bereits im vergangenen Jahr verlängert worden war, steht nun fest, dass ihre Amtszeit auch 2021 noch nicht endet. Laura Lang dürfte damit als "Dauerweinkönigin" in die Kippenheimer Annalen eingehen.

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