Kippenheim In fünf Jahren ist ein Paradies entstanden

Aus einem ehemals verwilderten Grundstück hat Tina Löffler in Schmieheim einen blühenden Garten gemacht. Eine Verwandlung, die nicht nur ihre Nachbarn neugierig macht. Deshalb lädt sie im April zu einem Tag der offenen Gartentür ein.

Schmieheim. Wer Tina Löfflers schön gestalteten Garten gegenüber der alten Tankstelle in Schmieheim jetzt sieht, kann kaum mehr glauben, dass es dort vor fünf Jahren noch ganz anders aussah. "Damals konnte man den Garten nicht einmal mehr vollständig betreten, so zugewuchert war er von Brombeerhecken gewesen." 20 Tonnen Bauschutt hätten sie und ihr Mann Daniel Mutschler zudem abtransportiert, die Bäume seien alle "tot oder halbtot" gewesen, nur einen 100 Jahre alten Birnbaum, einen Haselnussbaum und eine Weide konnten sie retten.

Warum die gebürtige Wallburgerin und ihr Mann sich damals so viel Arbeit gekauft haben? "Weil ich schon immer einen großen Garten haben wollte, ich kann einfach nicht ohne sein", erklärt Löffler. Und ein solcher direkt am Haus sei nicht so leicht zu finden. So hatten die 37-Jährige, die auch hauptberuflich als Gärtnerin arbeitet, und ihr Mann die Chance ergriffen, aus dem ehemaligen Steurer-Hof mit seinen insgesamt 2000 Quadratmetern ihr eigenes Paradies zu machen. Allerdings: "Meine Eltern und meine Schwiegereltern haben uns sehr unterstützt – ohne sie hätten wir das nie geschafft." Etwa dann, als Löffler unerwartet schwanger wurde, sich schonen musste und Dutzende, ein halbes Jahr zuvor bestellte Rotbuchenhecken darauf warteten, eingepflanzt zu werden.

Nun aber ist aus den 1000 Quadratmetern Garten ein idyllischer Ort geworden, den Nachbarn und andere, die die Verwandlung von außen miterlebt hatten, gerne einmal genauer betrachten wollen, weshalb Löffler am 6. April zum Tag der offenen Gartentür einlädt. Was die Besucher sehen werden, ist in erster Linie ein Nutzgarten. So sind dort Erdbeer- und Kürbisbeete und viele Obstbäume zu finden, die Löffler auch alle beschriftet hat. Trotzdem hat der Garten auch einige lauschige Ecken. Ein Seelenbaum im hinteren Teil nimmt die Wünsche und Bitten an Verstorbene auf. Durch ein rundes Mondtor kommt man in einen chinesischen Garten, in dem es Drachen, Buddhas und ein Wunschloch gibt.

Viele liebevolle Details sind zu entdecken

Löfflers "Hacienda" in der Mitte des Gartens, die frühere Scheune, ist jetzt mit einem Strohdach bedeckt ist, bietet Schutz vor Sonne oder Regen und einen Treffpunkt, an dem das Ehepaar oft mit Freunden und Bekannten zusammensitzt.

Zudem sind im Garten viele liebevolle Details zu entdecken: Für die Umzäunung der Beete hat Löffler etwa auch ehemalige Gerätschaften des Hofs wie eine Trotte verwendet. Überall sind Lampions, Laternen und andere Lichter zu finden und die Bewohner eines Insektenhotels wie Mauerbiene und Eidechse sorgen dafür, dass im Garten, kaum Schädlinge zu finden sind.

Auch andere Tiere fühlen sich wohl: So hält Löffler zwei Hühner, einen Hahn und elf Küken, bald kommen noch drei Puten dazu. Ihre knapp zwei Jahre alte Tochter Mia hat zudem noch zwei Hasen.

So schön der Garten auch schon ist, Löffler hat viele Ideen, was sich noch ändern soll. So sollen einige Beete umziehen und auch ein Gewächshaus mit Rundbogenfenstern soll entstehen. "Mit seinen fünf Jahren steckt mein Garten immer noch in den Kinderschuhen", macht sie deutlich.

Tina Löffler und ihr Mann Daniel Mutschler laden auf Samstag, 6. April, von 13 bis 17 Uhr in ihren Garten in die Dorfstraße 45 in Schmieheim ein. Neben Einblicken in den Garten gibt es eine Pflanzentauschbörse. "Dafür kann man einfach eine Pflanze von daheim mitbringen und sie gegen eine andere, die einem besser gefällt, austauschen", erklärt Löffler. Eintritt in den Garten wird keiner erhoben, allerdings wird es eine Spendendose geben. Der Erlös wird für die weitere Ausgestaltung des Gartens verwendet, erklärt Löffler.

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