Kippenheim Großer Einsatz für die Gesellschaft

Anna Geiger Archivfoto: hi Foto: hi

Kippenheim (ir). Es gratulieren unter anderen neun Enkel und zwei Urenkel: Morgen, Sonntag, feiert Anna Geiger in Kippenheim ihren 85. Geburtstag. Die Jubilarin hat sich 30 Jahre lang in der katholischen Pfarrgemeinde engagiert, war zwölf Jahre lang Vorsitzende der Frauengemeinschaft, machte 25 Jahre Besuchsdienst und war sieben Jahre in der Nachbarschaftshilfe tätig. Im Kirchenchor St. Mauritius ist sie Ehrenmitglied.

"Mein Leben war erfüllt", sagt die Jubilarin, auch wenn nicht immer alles Gold war. Anna Geiger, geborene Schell, war die Drittgeborene, wuchs mit fünf Geschwistern auf. Die Jugend war entbehrungsreich. Mutter Katharina musste die Familie alleine durchbringen, nachdem Vater Otto 1943 in Weißrussland von Partisanen erschossen worden war. Alle Kinder mussten daher früh im Feld, in den Reben und beim Tabak mithelfen.

Gerne wäre die junge Anna Kindergärtnerin geworden, für die Ausbildung zur Erzieherin fehlte aber das Geld. Trotz allem hatte sie Glück und fand Arbeit in einem Arzt-Haushalt in Lahr, bis zur Heirat hat sie dort gearbeitet. Hochzeit mit dem Postbeamten Eugen Geiger war am 14. Mai 1957, sie bekamen zwei Töchter und zwei Söhne.

Seit 1972 engagierte sich die Jubilarin im Mütterverein der katholischen Pfarrgemeinde. Sie engagierte sich sehr in der Gemeinschaft, unter anderem war sie bei der Gründung des Seniorenwohnheims in der Spitalstraße mit dabei. Drei Jahre lang besuchte sie regelmäßig die Bewohner in der "Ettenheimer Höh", die sie mit einem Programm unterhielt. In der Pfarrgemeinde war sie auch bei der Fasent aktiv und gestaltete verschiedene Abende mit. Sonntags hat sie sich gerne mit anderen Angehörigen ihres Jahrgangs zum Kirchgang getroffen, daheim pflegte sie einen großen, schönen Garten.

Ein schwerer Einschnitt im Leben der Jubilarin war der Tod ihres Ehemanns Eugen 1990. Anna Geiger selbst kann krankheitsbedingt nicht mehr zu Hause wohnen. Seit Januar 2018 lebt sie im Kippenheimer Pflegeheim "Rebenblüte". Dort wird sie gut umsorgt und fühlt sich wohl, die Kinder schauen regelmäßig vorbei.

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