Kippenheim Gegen die Einsamkeit ankämpfen

Christiane Steiner hat im November die Einsatzleitung der Nachbarschaftshilfe Kippenheim/Mahlberg übernommen. Foto: Decoux-Kone

Kippenheim - Die Nachbarschaftshilfe Kippenheim/Mahlberg hat ein neues Gesicht: Christiane Steiner hat von Silvia Mathis die Stelle als Einsatzleiterin übernommen. Eine Aufgabe, die sie mit viel Herzblut angehen will.

Als ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin wechselt Steiner nun von der Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu der von älteren Menschen. "Ja, das geht", sagt sie zu dem Sprung: "Die Aufgaben sind im Kern die gleichen."

Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Ihre Fähigkeiten aus Ausbildung und beruflicher Tätigkeit seien auch in der neuen Position gefordert. Geändert habe sich nur, dass sie jetzt ins Management gewechselt habe. Noch ist Einarbeitungszeit und Bestandsaufnahme, ein großes Lob spricht sie nach ersten Gesprächen aber bereits den Helfern der Nachbarschaftshilfe aus. Sie würden anderen Menschen ein Lächeln entlocken. "Da ist unheimlich viel Herzblut dabei, was sie leisten, ist für mich gelebte Nächstenliebe."

Im Wesentlichen gehe es darum, den Bedarf von Hilfesuchenden und die Fähigkeit der Helfenden miteinander in Einklang zu bringen. Auch für weitere Aufgabenfelder wie Supervision, Einteilung der Helfer, Bürokratie wie Kostenabrechnung und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen bringt die 58-Jährige das nötige Rüstzeug mit – zumal sie früher selbst Leiterin katholischer Kindertagesstätten in Kippenheim und Freiburg war.

Außerdem hat sie 14 Jahre lang als selbstständige Heilpädagogin in Familien sowie in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen gearbeitet; ihre Aufgabe darin beschreibt sie als Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dies individuell und ihren Fähigkeiten angemessen.

Überhaupt ziehen sich die Stichworte Förderung und Entwicklung wie ein roter Faden durch ihren beruflichen Werdegang. "Ich habe früh gemerkt, dass nicht alle Kinder den Normen entsprechen und manche speziell gefördert werden müssen", erklärt sie. Also absolvierte sie zusätzlich zu ihrer ersten Ausbildung als Erzieherin mit der zur Heilpädagogin noch eine weitere Ausbildung oben drauf.

Eine Plattform, um Kompetenzen zu festigen

Von da kommt auch eine Idee, die die neue Leiterin gerne umsetzen will: interne Weiter- und Fortbildungen der Helfer zu Themen, die sie interessieren. "Ich möchte ihnen eine Plattform bieten, an der sie neue Kompetenzen festigen und erweitern können", sagt Steiner dazu.

Zunächst sei aber vor allem erst einmal eine Bestandsaufnahme angesagt, zudem wirke sich Corona auch auf die Nachbarschaftshilfe aus. Im Moment seien die Hilfesuchenden und die Helfer erst einmal alle vorsichtig (Stichwort Risikogruppen). Im Moment betreuen etwa 30 Helfer ungefähr die gleiche Zahl Menschen, die Hilfe suchen. Viele der Hilfesuchenden sind allein, ihre Einsamkeit zu durchbrechen ist Christiane Steiner eine Herzensangelegenheit.

Zur Person

Christiane Steiner ist gebürtige Oberweiererin und 58 Jahre alt. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihrer Familie – Ehemann und drei erwachsenen Kindern – in Mahlberg. Steiner ist ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin und hat katholische Kindertagesstätten in Kippenheim und Freiburg geleitet. In den vergangenen 14 Jahren arbeitete sie als Selbstständige. Seit Anfang November ist sie die neue Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe Kippenheim/Mahlberg.

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