Kippenheim Aussicht auf Wohncontainer beunruhigt SPD

Julian Siefert berichtete dem Ortsverein von der Arbeit im Gemeinderat. Foto: SPD Foto: Lahrer Zeitung

Kippenheim (red/fx). Der SPD-Ortsverein Kippenheim-Schmieheim hat sich zu einem Austausch über aktuelle kommunalpolitische Themen getroffen. Darüber hinaus stand Karl-Rainer Kopf, der bei der Landtagswahl 2016 für die SPD im Wahlkreis südliche Ortenau kandidieren wird, Rede und Antwort.

Nach einhelliger Meinung der Anwesenden wäre Kopf als selbstständiger Unternehmer und aktiver Gewerkschafter eine ideale Besetzung für das Landesparlament und ein engagierter, unverbrauchter Vertreter des Wahlkreises.

Julian Siefert berichtete ausführlich über die Arbeit im Gemeinderat. Einige Großprojekte seien in den vergangenen Wochen auf den Weg gebracht worden. Besonders erfreut sei er, dass im alten Schulgebäude eine neue Kindertagesstätte eingerichtet wird und auch die Neugestaltung der B 3-Ortseinfahrt-Nord beschlossen wurde. Beunruhigt zeigte sich Siefert darüber, dass im Rahmen der jüngsten Haushaltsplanberatungen unter anderem der Erwerb von Wohncontainern zur Unterbringung von Obdachlosen beschlossen worden sei. Eine solche sei nicht menschenwürdig. In dieser Meinung wurde der junge SPD-Gemeinderat von den Mitgliedern des Ortsvereins bestärkt.

Anschließend schilderte der Vorsitzende Jürgen Milde die gegenwärtige Obdachlosen- und Flüchtlingssituation in Kippenheim. Gemeinsam mit einem Kreis von Ehrenamtlichen, engagiert sich Milde für Flüchtlinge. Mit "Mama lernt Deutsch" wurde ein neues Projekt angestoßen. Mütter mit Migrationshintergrund werden von pensionierten Lehrkräften betreut. Hier bestünde noch weiterer Unterstützungsbedarf. Milde appellierte an interessierte pensionierte Lehrkräfte, das Projekt zu unterstützen. Dass das Thema Flüchtlingspolitik ein wichtiges Thema für die SPD ist, werde auch durch einen anstehenden Termin deutlich: Gemeinsam mit den Jusos plant der Ortsverein am Montag, 13. April, eine öffentliche Veranstaltung mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle. Sie und weitere sachkundigen Referenten werden Einzelheiten zur aktuellen Flüchtlingssituation erörtern.

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