Kippenheim 167 Tests an einem Tag – alle negativ

Im Kampf gegen Corona setzt Kippenheim auf drei Säulen. Nach den Tests für Lehrer und Erzieherinnen sowie kostenlosen Bürgertests bietet die Gemeinde jetzt auch Schülern Tests an. Die bisherige Bilanz fällt positiv aus.

Kippenheim (red/fx). Seit Mitte Februar hat das Land Baden-Württemberg verschiedene Teststrategien ausgearbeitet, die in den Kommunen umgesetzt werden kön-nen. Auch in Kippenheim sollen durch ein umfassendes Angebot mögliche Infektionsketten schnell festgestellt und nachverfolgt werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.nPersonal an Kindergärten und Schulen: Bereits Mitte Februar wurde die Teststrategie des Landes für Kindertageseinrichtungen und Schulen erweitert. Diese Strategie beinhaltet, dass sich das Personal der genannten Bereiche bis zu den Osterferien zweimal pro Woche mittels Antigenschnelltest kostenlos testen lassen kann. "Die Gemeinde Kippenheim setzt hier auf ein dezentrales Verfahren und arbeitet in diesem Bereich eng mit dem Ehepaar Müller der Karls-Apotheke zusammen", schreibt die Verwaltung. So habe man diese Testmöglichkeit ab dem 22. Februar in der Schule und den Kitas in Kippenheim und Schmieheim angeboten. Die Tests finden wie vorgesehen zweimal wöchentlich in den Einrichtungen vor Ort statt.nBürgertests: Das von der Bundesregierung initiierte Testangebot für alle sieht einen kostenlosen Test pro Woche und Bürger vor. Die Kosten hierfür trägt der Staat. In Kippenheim wurden dazu mehrere Möglichkeiten geschaffen. Die Karls-Apotheke und die Hausarztpraxis Heinze bieten die Bürgertests in ihren Räumen an. Hinzu kommt die Drive-in-Teststation im Gewerbegebiet Kippenheim, die von der Firma Himmelsbach Technologie betrieben wird. Statt klassisch in einer Halle wird dabei direkt im Auto getestet. Das Testergebnis erhält man 20 Minuten nach der Abstrichnahme per E-Mail.nSchülertests: Seit Donnerstag können sich auch die Grund- und Werkrealschüler in Kippenheim und Schmieheim einmal pro Woche vor Ort testen lassen. Es handelt sich um den "vorderen Nasenabstrich-Test". Das Angebot ist freiwillig und wird durch Ärztin Fides Heinze sowie den ehrenamtlichen Helfern Rebecca McLean und Christian Woltz verantwortet, so die Gemeinde. Bereits am ersten Tag seien insgesamt 150 Kinder und 17 Lehrkräfte getestet worden – laut Gemeinde alle negativ.

Bürgermeister Matthias Gutbrod ist dankbar für die Unterstützung von Apotheker, Ärzten und Ehrenamtlichen bei der Umsetzung der Teststrategie, wie in der Mitteilung betont wird. "In kürzester Zeit konnten hierdurch praktikable und niederschwellige Lösungen gefunden werden. Wir hoffen, dass die Angebote auch weiterhin gut angenommen werden und sich etablieren", so der Rathauschef.

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