Kenzingen Vom Stamm bis zum fertigen Werk

Stießen am Montag auf den Beginn des siebten Holzbildhauer-Symposiums an (von links): Forstrevierleiter Johannes Kaesler, Peter Ripka, Rafail Georgiev, Naruo Nishimura, Lukas Schmid, Peer Oliver Nau, Susanne Paucker, Nicola Dormagen, Vjekoslav Filipovic aus Vinkovci und Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan. Foto: Göpfert Foto: Lahrer Zeitung

Seit Montag wird im Bürgerpark Altes Grün in Kenzingen eifrig gewerkelt: Acht Künstler setzen bis zum morgigen Sonntag beim siebten internationalem Holzbildhauersymposium ihre Ideen zum Thema Wegweiser um.

Kenzingen. Alle zwei Jahre steht der Kenzinger Bürgerpark sieben Tage lang unter dem Motto Kunst und Begegnung und der Werkstoff Holz in der waldbesitzenden Gemeinde im Zentrum. In dieser Zeit haben die Bürger die Gelegenheit, die Entstehung von Kunstwerken vom Stamm bis zum Finishing mitzuerleben und den Besuchern Fragen zu stellen. Am heutigen Samstag, 21. September, wird es zudem besondere Aktionen geben: Von 14 bis 16 Uhr zeigt die BMX-Gruppe Schuttertal eine Show im Bürgerpark und ab 20 Uhr gibt es ein Zusammensein mit Licht und Musik. Am morgigen Sonntag, 22. September, ab 11 Uhr folgt dann bereits die Finissage, auf der der Akkordeonclub Herbolzheim Tangomusik spielen wird.

Bürgermeister Matthias Guderjan freute sich bei der Eröffnung am Montag unter den Künstlern, die im Blindverfahren ausgewählt wurden, auch einige alte Bekannte wiederzusehen: Susanne Paucker ist zum dritten Mal dabei ebenso wie Peer Oliver Nau. Aus Kenzingens kroatischen Partnerstadt Vinkovci ist Vjeskoslav Filipovic dabei, Ana Colakovic, die ebenfalls mitkommen wollte, hatte ihre Teilnahme abgesagt, weil sie eine neue Stelle antreten konnte. Rafail Georgiev aus Bulgarien war bereits bei Symposien in 15 Ländern dabei. Nicola Dormagen, die in Lüneburg geboren wurde, kann auf eine Fülle von Ausstellungen und auch Kunstpreise zurückblicken. Der Jüngste des diesjährigen Symposiums ist Lukas Schmid aus Freiburg. Die längste Anreise legte Naruo Nishimura aus Kyoto in Japan zurück. Das besondere Interesse von Peter Ripka gilt der menschlichen Figur, er hatte die Kommission mit einem spannenden Entwurf überzeugt, wie Guderjan erklärte.

Die Kunstwerke werden nach ihrer Fertigstellung acht Monate lang im Bürgerpark zu sehen sein, wer Interesse hat, eine zu erwerben, soll sich mit Forstrevierleiter Johannes Kaesler in Verbindung setzen.

Anno Sieberts zeigt sich zur Halbzeit von "Symp19" bislang angetan: Das Besucherinteresse "ist wirklich sehr erfreulich", so der Steinbildhauer, der zusammen mit seiner Frau Erika das erste internationale Bildhauersymposium in Ettenheim ausrichtet. Sieberts Aussage deckt sich mit den Beobachtungen derer, die regelmäßig auf dem Betriebsgelände im Kreuzerweg 28 vorbeischauen. Viele Interessierte sind da, um den fünf Künstlern aus England, Italien, Österreich, Spanien und Deutschland bei ihrer kreativen Arbeit über die Schulter zu schauen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Für die Finissage um Sonntag, 22. Spetember, müssen die Kunstwerke in den Prinzengarten transportiert werden – teils eine große logistische Herausforderung. Am Sonntag wird dann dort ab 11 Uhr der Abschluss des Symposiums mit einem Herbstfest gefeiert. Für Musik sorgt das Duo Saitenwind. ­ks

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