Kenzingen Übung verläuft "optimal"

Großeinsatz beim Hecklinger Schloss: Die Jahresabschlussübung der Hecklinger Abteilungswehr wurde vom Gesamtkommandant Karl Weiß (rechts) kritisch beäugt. Foto: Schnabl Foto: Lahrer Zeitung

Bei der Jahresabschlussübung der Feuerwehr Hecklingen im Unteren Schloss wurde deutlich: Die Entscheidung zur Eigenständigkeit der Kenzinger Abteilungswehren war die richtige. Die Wehren arbeiteten nahezu perfekt zusammen.

Hecklingen. Für die Abschlussübung wurde in den oberen Stockwerken des Schlosses ein Brand angenommen. Per Funkspruch kam die Meldung "Unklare Rauchentwicklung". Dieser Rauch breitete sich dann rasch aus, so das Szenario, das Abteilungskommandant Patrick Burkhart seinen Einsatzkräften erläuterte. Mit zwei Fahrzeugen rückte die Hecklinger Wehr an. Zeitgleich kam das Drehleiterfahrzeug aus der Kernstadt zur Unterstützung zum Einsatz.

Zwei Feuerwehr-Truppen drangen in das Gebäude ein und retteten mehrere verletzte Personen. Vom Tiefbrunnen aus wurde eine stabile Wasserversorgung eingeleitet.

Drei Jugendlichen war der Fluchtweg abgeschnitten. Sie wurden mittels Drehleiter über die Fenster aus ihrer Notlage befreit und erstversorgt. Wichtig war für Burkhart, die Räumlichkeiten im Unteren Schloss einmal unter Übungsbedingungen kennenzulernen. Diese werden von der Vereinsgemeinschaft ständig genutzt.

Lediglich der Brandmelder gibt Rätsel auf

Die vielen Zaungästen, die den Fortgang der Feuerwehr-Übung verfolgten, sahen einen fachmännisch-reibungslosen Verlauf, wie Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan der Hecklinger Wehr attestierte.

Lediglich die Ungewissheit, ob der neue Brandmelder wirklich funktionstüchtig ist, will der Rathauschef baldmöglichst geklärt wissen. Vom stellvertretenden Abteilungskommandant Johannes Jentz kam die Information, dass die alte Anlage nicht mehr ihren Zweck erfüllte und erneuert werden musste. Die Arbeiten seien zwar abgeschlossen, doch vermutlich löse der Brandmelder nicht über die Leitstelle aus.

Gesamtkommandant Karl Weiß sprach in seiner Manöverkritik von einem gelungenen Ablauf. Das optimale Aufstellen der Löschfahrzeuge sicherte den sofortigen Rettungseinsatz der Drehleiter, lobte er die umsichtige Vorgehensweise. Auch für ihn war das Zusammenspiel aller im Einsatz agierenden Wehrleute ohne Anlass einer Kritik.

Das Schlusswort oblag Ortsvorsteher Berthold Seng. Die fachliche Kompetenz seiner Vorredner habe auch ihn überzeugt, eine größtmögliche Sicherheit in Hecklingen vorzufinden. Keine Bedenken machte er sich um die Zukunft der Wehr. "Wenn ich in die vielen jungen Gesichter blicke, ist mir überhaupt nicht bange". Auch Seng will die Angelegenheit des Brandmelders schnellstens aufklären.

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