Kenzingen Sogar in den Tiefen des Sees findet sich Müll

Rund 200 Säcke voller Müll kamen bei der neunten Kenzinger Stadtputzete zutage. Die gehäufte Müllansammlung wurde auf dem Rathausvorplatz als Mahnmal für ungebührliches Umweltverhalten platziert. Foto: Schnabl Foto: Lahrer Zeitung

Kenzingen (ws). Fast 200 Teilnehmer aus mehr als 70 Vereinen und Gruppierungen konnte Bürgermeister Matthias Guderjan im hinteren Teil des Rathauses zur Stadtputzete begrüßen. Auch in der Ortsteilen zogen mehr als 100 Helfer mit Handschuhen, Greifzangen und Behältnissen bewaffnet los, um Unrat einzusammlen. Tags zuvor waren bereits 550 Grundschüler und Gymnasiasten zur achtlos weggeworfenen Müllbeseitigung im Einsatz.

Kenzingen soll eine saubere Stadt bleiben, Dreck und Müll haben im Stadtbild nichts zu suchen. Innerörtlich wird viel Abfall und Dreck von den Mitarbeitern des Bauhofs ständig beseitigt. Anders sieht es außerhalb des Kernbereiches, in den Grünzonen, am Elzufer und den Außenbereichen aus. Dort sammelten sich turmweise alle möglichen Hinterlassenschaften der "Kenzinger Wegwerfgesellschaft". Bauschutt, Altöl, und sogar Autobatterien wurden dort unerlaubt von kriminellen Müllsündern entsorgt.

15 Gebiete umfasste das Raster der Putzete. Selbst in den Tiefen des Nachtallmendsees sammelte Rettungstaucher Diethelm Scholle jede Menge Glasscherben ein. Mehr als 200 Säcke umfasste schließlich die Gesamtausbeute.

Bürgermeister Guderjan fand die neunte Aktion dieser Art gelungen. Ein Bewusstsein für die Umwelt sei bei den Helfern der Putzete vorhanden, attestierte er. Der Rathauschef lud abschließend zu einer Stärkung in das Bauhofszelt ein.

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