Kenzingen Simon Pfeifer folgt auf Markus Kaspar

25 Jahre stand er an der Spitze der Abteilungswehr Kenzingen: In der Hauptversammlung legte Markus Kaspar sein Amt als Kommandant in jüngere Hände – und zwar in die von Simon Pfeifer.

Kenzigen. Ehrenamtlich, aber dennoch höchst professionell hat die Kenzinger Wehr im vergangenen Jahr 82 Einsätze gehabt. Vier Großeinsätze, mehrere Fahrzeug- und Kleinbrände hatte sie absolviert sowie mehrere technische Hilfeleistungen wie Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, der Beseitigung von Ölspuren und umgestürzte Bäumen. 14 Personen wurden mit der Drehleiter von Wehrleuten zusammen mit Rotkreuz-Helfern aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet. Für drei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät.

Kenzingen gilt als eine der schlagkräftigsten Wehren im Landkreis

Schriftführer Daniel Schott stufte 2019 in die Reihe der anspruchsvolleren Jahre ein. Mit 62 Kameradinnen und Kameraden blieb die Mannschaftsstärke konstant. 37 Proben wurden abgehalten und mehr als 2000 Stunden dafür investiert. Zehn Senioren und 23 Jugendwehrler komplettieren die Abteilungswehr.

Acht Jugendwarte betreuen derzeit 21 Jungs und zwei Mädchen – mit guten Erfolgen, wie Annika Kaspar ausführte. Beim Pokalwettkampf gingen die Plätze vier und sechs nach Kenzingen. Noch besser schnitt der Nachwuchs beim Fußballturnier mit den Rängen eins und drei ab.

Das einzige Minus während der Zusammenkunft errechnete Christian Hoheisel als Kassenverwalter. Das lag im kleinen zweistelligen Bereich, dürfte laut Kassenprüfer Joachim Schätzle getrost vernachlässigt werden.

Hochqualifiziertes Personal, ein breit gefächertes Aus- und Fortbildungsinteresse sowie eine intakte Heranführung an den Feuerwehrdienst im Nachwuchsbereich, das alles stellte Kenzingens Bürgermeister Guderjan als beachtenswert heraus. Die Bürgerschaft stünde voll und ganz hinter der Feuerwehrarbeit, erklärte er. Ein neues Gerätehaus und die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens belegten die Wertschätzung seitens der Stadt und des Gemeinderats.

In geheimer Wahl wurde Simon Pfeifer als neuer Abteilungskommandant gewählt. Er wird von Daniel Schott und Jörg Kaspar als Stellvertreter unterstützt. Markus Kaspar blickte in seiner Abscheidsrede absichtlich nur kurz auf seine 25-jährige Tätigkeit zurück. Eine Bilderwand im Foyer hielt schwierige und gefährliche Situationen fest, in denen er sich bewährt hatte. Neben dem technischen Know-how habe sich auch die Anzahl der Einsätze der Kenzinger Wehr deutlich erhöht. Waren es bei Kaspars Dienstantritt noch durchschnittlich um die 35 Alarmierungen gewesen, seien mittlerweile 90 bis 100 Einsätze im Jahr Standard.

In den üblichen Schlussworten dankte zuerst der "Neue" seinem Vorgänger. Dass er in die Fußstapfen treten durfte, sei für Pfeifer vor einem halben Jahr noch unvorstellbar gewesen: "Heute ist es für mich eine Ehre", erklärte er.

Auch Kenzingens Stadtbrandmeister Karl Weiß dankte Kaspar für seine gut Arbeit. Was er in 25 Jahren an Engagement für die Sicherheit der Bürger geleistet habe, suche Seinesgleichen. Kenzingen gehöre auch dank ihm zu den schlagkräftigsten Wehren im Landkreis.

Auch Kreisbrandmeister Christian Leiberich lobte die funktionale Stützpunktwehr. Personell und technisch seien die Üsenberger gut aufgestellt. Ein großer Anteil daran sei Markus Kaspar zu verdanken, der seit mittlerweile 39 Jahre Feuerwehrdienst verrichtet. Dieter Reinbold, Leiter des Polizeipostens und Diethelm Scholle als DRK-Verantwortlicher überbrachten ebenfalls Glückwünsche und attestierten eine reibungslose Kooperation.

Um dem Feuerwehralltag zu jeder Tages- und Nachtzeit gut ausgebildet zu begegnen, ist ständige Fortbildung unerlässlich. Gesamtkommandant Karl Weiß konnte 20 Lehrgangsabsolventen auf Kreis- und Landesebene würdigen. Zwei Gruppen errangen bei der Leistungsübung des Landkreises das silberne Abzeichen. Markus Kaspar zeichnete als eine seiner letzten Amtshandlungen Timo Schott für seine 34-jährige Arbeit in der Rettungsorganisation und Lucas Kimmi, der seit 24 Jahren Führungsaufgaben verrichtet, mit der silbernen Anerkennungsmedaille aus.

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