Kenzingen Oberhausen will letzten Schritt gehen

Oberhausens Domink Köbele tankt sich mit großem Einsatz durch die Kenzinger Abwehr. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Mit einem Fünf-Tore-Polster im Gepäck geht der Landesligist TuS Oberhausen am Freitag ins entscheidende Rückspiel um den Aufstieg in die Südbadenliga. Doch Gegner TB Kenzingen hat sich noch lange nicht aufgegeben.

 

Nur noch ein Sieg fehlt dem TuS Oberhausen zur Rückkehr in die Südbadenliga. Ja sogar ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage mit weniger als fünf Toren könnte der Landesliga-Zweite nach dem letztlich souveränen 24:19-Erfolg im Hinspiel verschmerzen, um das erklärte Ziel Aufstieg am Ende einer starken Saison doch endlich zu realisieren.

Wie seine Mannschaft in die nächste Spielklasse aufsteigt dürfte TuS-Coach Francois Berthier dabei herzlich wenig interessieren. "Wir sind beim Handball und nicht beim Eiskunstlauf", lautet das Motto des erfahrenen Trainers. Soll heißen: Haltungsnoten gibt es nicht. Am Ende zählt einzig der Erfolg.

Und dafür werden seine Mannen am Freitag um 20 Uhr in der Kenzinger Üsenberghalle alles geben, schließlich wollen sie den zum Greifen nahen Aufstieg so kurz vor dem Ziel nicht mehr hergeben. Den Grundstein dafür hatte die Berthier-Sieben am Sonntagabend in der ausverkauften heimischen Rheinmatthalle gelegt. Von Beginn an spielte die Mannschaft um den französischen Spielmacher Clement Martinez konzentriert auf und lag nach 22 Minuten scheinbar uneinholbar mit 11:4 in Front. Vor allem Oberhausens Torhüter Lionel Gasser brachte die Gäste in dieser Phase immer wieder zur Verzweiflung. Sechs Siebenmeter parierte Gasser insgesamt in den 60 Minuten - sechs Tore, die Kenzingen am Freitag möglicherweise fehlen könnten.

Kenzingen vergibt sechs Siebenmeter

Doch Kenzingen gab sich keineswegs auf. Vier Tore in Folge durch Sebastian Jäger und dreimal Dalius Rasikevicius, der am Ende starke sieben Tore erzielte, brachten die Gäste bis zum Pausenpfiff wieder bis auf drei Tore heran (12:9). Nach dem Wechsel fing sich Oberhausen jedoch schnell wieder und erreichte, dass mit drei Treffern in Serie, die Hoffnung auf einen Erfolg in der Fremde beim Vorletzten der Südbadenliga nicht allzu groß wurde. Zumindest die Hoffnungen fürs Rückspiel am Leben hielt Kenzingen jedoch durch drei Tore in Folge bis zur 46. Minute, die verhinderten dass der Nachbar zu weit davonzog. Das letzte Tor des Spiels war dann auch TB-Spieler Denis Michelbach vorbehalten, der 30 Sekunden vor dem Ende noch einmal zum 19:24-Endstand verkürzen konnte.

Am Freitagabend ist damit für die recht heimstarken Kenzinger (vier Saisonsiege in eigener Halle, darunter ein glatter 29:21-Erfolg gegen das Topteam aus Hofweier) trotz der Niederlage noch alles drin, um den ersehnten Klassenerhalt in der Südbadenliga wie bereits im Vorjahr, in letzer Minute doch noch zu sichern. Gästetrainer Berthier hofft jedenfalls darauf, dass seine Mannschaft in der sicherlich hitzigen Atmosphäre in Kenzingen kühlen Kopf bewahrt und vor allem in der Abwehr ähnlich konzentriert und kompakt agiert, wie im Hinspiel. "Unsere Abwehr ist das, was uns stark macht. Aber wir müssen auch im Angriff einfache Lösungen finden", sagt der Franzose, der im Rückspiel auf seinen kompletten Kader bauen kann. "Kenzingen hat eine erfahrene Mannschaft und das Publikum im Rücken. Aber ich zähle auf den unbedingten Willen meiner Spieler und hoffe natürlich, dass wir nach 60 Minuten Dauerdruck vonseiten Kenzingen jubeln werden. Meine Spieler und die Fans hätten sich den Aufstieg wirklich verdient." Oberhausen: Köbele (5), Freppel (5), Martinez (4/1), Maurer (3), Stöffler (2), Zamolo (2), Heß (2), Kölblin (1). TB Kenzingen: Rasikevicius (7), Michelbach (4), Fedorov (2), Jäger (2/1), Rollinger (2/1), Steponavicius (1), Bablewski (1).

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