Kenzingen Neuer Transporter soll letzte Herzenswünsche erfüllen

Stolz auf das neue Einsatzfahrzeug (von links): Bürgermeister Matthias Guderjan, DRK-Vorsitzender Diethelm Scholle, DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher und Bereitschaftsarzt Steffen Ghani vor dem neuen DRK-Transporter Foto: Ehrmann Foto: Lahrer Zeitung

Kenzingen. Das DRK Kenzingen hat ein neues Einsatzfahrzeug. Stolz hat der DRK-Vorsitzende Diethelm Scholle vergangene Woche den gerade einmal vier Jahre alten Ford Transit mit 100 000 Kilometern auf dem Tacho als zusätzliches Sonderfahrzeug in den Dienst gestellt. Das Fahrzeug wurde für knapp 14 000 Euro von der Johanniter Unfallhilfe abgekauft.

Finanziert wurde der Transit größtenteils über private Sponsoren. Denn obwohl in den vergangenen Jahren beim Kenzinger DRK zwei Fahrzeuge ausgemustert werden mussten, habe es vom DRK keine Mittel für einen Mannschaftstransporter gegeben, erklärte Scholle, der den Sponsoren für ihre Spendenbereitschaft dankte. Ein weiteres Dankeschön ging an Bürgermeister Matthias Guderjan, Stadtbrandmeister Karl Weiß und DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher.

Der Neunsitzer, der auch zwei Rollstuhlplätze hat, verfügt über eine Klimaanlage, Standheizung, Trittstufe sowie zusätzliche Haltegriffe und ist somit ideal ausgestattet, um hilfsbedürftige Menschen zu transportieren.

Er soll sowohl als Mannschaftstransporter für DRK-Einsätze als auch überregional als Transporter für das neue DRK-Projekt "Abend-Rot" genutzt werden, zu dem Scholle vergangenes Jahr die Idee kam. "Abend" steht dabei für den Lebensabend, "Rot" für das Deutsche Rote Kreuz. Bei dem Projekt sollen die letzten Herzenswünsche derer erfüllt werden, die kurz vor dem Tod stehen und noch einmal an einer Veranstaltung teilnehmen möchten. Vor Fahrtbeginn wird dafür ein protokolliertes Vorgespräch mit mindestens zwei DRK-Kräften sowie einer weiteren Begleitperson geführt, um sich bestmöglich auf die Mitfahrer einstellen zu können. Insgesamt verfügt das DRK über elf zertifizierte Fahrer für den Transporter.

"Die Bedürftigkeit ist das Maß für unser Engagement", erklärte Scholle. Dieses verbinde das Deutsche Rote Kreuz mit anderen sozial engagierten Kenzinger Institutionen wie dem Hospitzverein Hecklingen, die Bürgerstiftung Kenzinger Hilfsfonds und die Kleiderkammer des DRK. Diese sollen zukünftig auch Unterstützung durch die Dienste des neuen Fahrzeugs erfahren.

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