Kenzingen Mario Reif: "Jetzt müssen wir Vollgas geben"

(bz/fg). Landesliga Süd, Männer: TB Kenzingen - TuS Ringsheim (Samstag, 20 Uhr). Die Motivation vor dem Lokalderby ist auf beiden Seiten groß. Etwas anders jedoch die Vorzeichen. Denn während den Kenzinger mit 3:1-Punkten der Start ins neue Jahr geglückt ist, verloren die Ringsheimer am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel um Platz gegen den TV Ehingen mit einem Tor. Dementsprechend "engagiert und motivert" erwartet TBK-Coach Florian König die Gäste am Samstag. Das bestätigt auch TuS-Trainer Heiko Rogge. "Wir wollen unser Spiel auf die Platte bringen und den Gegner 60 Minuten unter Druck setzen", sagt Rogge, der nach der laufenden Saison sein Traineramt in Ringsheim niederlegen und von Benjamin Michel beerbt werden wird (wir haben berichtet). Aufgrund des Derbys musste er unter der Woche nicht viel dazu beitragen, dass sich die Mannschaft fokussiert auf die Partie vorbereitet.

Unterschiedliche Vorzeichen in personeller Hinsicht

Bei den Gastgebern will man derweil an die "positive Entwicklung" der vergangenen beiden Spiele (Sieg gegen Allensbach, Unentschieden in Pfullendorf) anknüpfen. Gestützt auf "solide Abwehr und einen geduldigen Angriff" will der TBK die Punkte in der heimischen Halle behalten. Hoffnung macht König auch die zweite Halbzeit aus dem Hinspiel. Zwar verlor man beim TuS, im zweiten Durchgang zeigt man jedoch, dass man durchaus ebenbürtig ist. Personell sieht es für dieses Unterfangen gut aus, lediglich der Langzeitverletzte Tobias Motz wird König, der früher die Reserve des TuS Ringsheim trainierte, fehlen.

Anders sieht es da bei den Gästen aus der Ortenau aus, die in der aktuellen Saison immer wieder von Verletzungssorgen geplagt werden. In vergangenen Spiel verletzte sich dann auch noch Keeper Daniel Walter. Aktuell ist noch nicht abzusehen, ob er am Wochenende zwischen den Pfosten stehen kann. Für den Rest der Mannschaft gilt, dass Sie erneut alles in die Waagschale werfen werden, um die Niederlage vom vergangenen Wochenende vergessen zu machen. Nach der Niederlage im Kampf um Platz drei ist dieser zwar noch nicht verloren, der TuS ist beim eigenen Erfolg aber auf Niederlagen der Ehinger angewiesen. (skl). TV Ehingen - TV Herbolzheim (Samstag, 20 Uhr). Noch immer nicht verdaut hat Herbolzheims Trainer Mario Reif nach eigenem Bekunden die jüngste Niederlage im Spitzenspiel gegen die Handballunion Freiburg. "Ich weiß nicht, was gegen die HU los war. Es ärgert mich einfach wahnsinnig, dass wir die Meisterschaft jetzt nicht mehr selbst in der Hand haben", sagt der auf den zweiten Tabellenplatz abgerutschte TVH-Coach. "Ich glaube nicht, dass Freiburg sich das jetzt noch nehmen lässt, denn ich wüsste nicht, wer die noch schlagen soll. Die marschieren durch", unkt Reif.

In Ehingen erwartet die Reif-Sieben nun das zweite Topspiel innerhalb einer Woche. Der Verfolger, der zuletzt den Vierten TuS Ringsheim mit einem hart erkämpften Erfolg abschüttelte und nun wieder nach ganz oben schaut, ist, laut Reif, "ein wahnsinnig unangenehmer Gegner." Der Herbolzheimer spielt auf die – vorsichtig formuliert – sehr rustikale Spielweise des Teams vom Bodensee an. "Wir sind handballerisch sicherlich besser als Ehingen, aber die kommen über ihre Körperlichkeit. Und oft genug hatten sie in dieser Saison auch den nötigen Dusel." Den Kampf annehmen werde seine Truppe, verspricht Reif vor dem Schlüsselspiel. "Wir waren in dieser Saison in vielen Spielen zu brav. Das geht jetzt nicht mehr. Jetzt heißt es, dagegenhalten und Vollgas geben."

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