Kenzingen Kreativität und Kampfgeist gefragt

Bei der Planung und dem Aufbau der Floße war viel Kreativität gefragt. Foto: Schnabl Foto: Lahrer Zeitung

Kenzingen (ws). Bei Sommerferien und drückender Hitze da sehnen sich die Daheimgebliebenen nach einer erfrischenden Abkühlung. Da kam der Floßbau im Rahmen der Ferienspielaktion in Zusammenarbeit der Jugendpflege mit dem Abenteuerwald gerade richtig. 20 Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren nahmen die anspruchsvolle, dennoch lustige Aufgabe wahr.

Gefragt waren Kreativität, Teamarbeit und ein bisschen handwerkliches Geschick. Zwei Gruppen zimmerten am Ufer des Nachtallmendsees an ihren Gefährten. Die Aufgabenstellung war klar: originelles Outfit und fahrtauglich muss das Floß seine Jungfernfahrt bestehen. Unter Anleitung zweier Trainer des Klettergartens behielten die Mädchen und Jungs trotz der Schwüle einen kühlen Kopf.

Die beiden Teams "Die weißen Wölfe" und "Die Nachtallmendräuber" konnten so ziemlich alle vorhandenen Materialien verwenden, die vorgefunden wurden. Mit Plastikfässern, Holzverschalungen und jeder Menge Seilschaften bewaffnet, waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Immer wieder wurden die Arbeiten durch skeptische Blicke zum Nachbarteam unterbrochen. Hält sich das Konstrukt an der Wasseroberfläche? Ist es nicht zu schwer, und somit langsamer als die Konkurrenz?

Schulsozialarbeiter Christoph Meybrunn, der die städtischen Ferienspiele koordiniert, war ebenfalls vor Ort. Das Interesse an der Natur werde durch solche Aktionen geweckt. Nebenbei werde die Kommunikation untereinander gefördert. Und Spaß habe es allen bereitet.

Nach mehr als zwei Stunden Schufterei kam der aufregende Moment: Die Flöße wurden zu Wasser gelassen. Die "Wölfe" legten gleich ein höllisches Paddeltempo hin, dem die "Räuber" eine attraktive Aufmachung entgegensetzten. Am Ende gab es durch das salomonische Urteil "unentschieden" nur Sieger. Baden gingen alle Floßbauer am Ende noch. Nicht durch Kentern, sondern freiwillig.

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