Kenzingen Kenzinger in Berlin ausgezeichnet

Die ausgezeichneten Projektteilnehmer des Rolf-Joseph-Preises im Jüdischen Museum in Berlin, darunter auch die Kenzinger Gymnasiasten. Foto: Frank Burmeister Foto: Lahrer Zeitung

Kenzingen.(red/jg). Die AG "Journalistisches Arbeiten" und die Mitglieder der Presse-AG des Gymnasiums Kenzingen haben den ersten Platz beim diesjährigen "Rolf-Joseph-Preis" erzielt. Ziel des Preises war es, sich kreativ mit dem Thema Judentum auseinanderzusetzen. Dass dies in der heutigen Zeit besonders wichtig sei, betonte der Schirmherr Albrecht Hoppe bei seiner Rede im Rahmen der Preisverleihung im Jüdischen Museum Berlin, bei der die drei besten Arbeiten ausgezeichnet wurden. Hoppe stellte auch Bezüge zu aktuellen Ereignissen her, wie sie jüngst in Chemnitz vorgefallen sind.

Nach dem traditionellen Gesang eines Rabbiners und einer hebräischen Instrumentaleinlage wurden die Projekte von den verantwortlichen Preisträgern vorgestellt. Die Kenzinger Schüler erklärten die Motivation, den Aufbau und das Ziel ihrer Broschüre "Jüdisches Leben rund um das Gymnasium Kenzingen – damals und heute" in Form eines zehnminütigen Vortrags: Der crossmediale Ansatz des Projektergebnisses, welcher mithilfe von QR-Codes den Printbeitrag um historische Dokumente oder Video- und Audiodateien erweitert, bringe die schrecklichen Ereignisse während der NS-Herrschaft in Kenzingen, Kippenheim und Emmendingen in einen größeren Kontext und schaffe den Inhalten mehr Raum.

Viele lobende Worte für die Kenzinger Schüler

Diese Art der Auseinandersetzung überzeugte die Jury am meisten und wurde deshalb mit dem ersten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 300 Euro ausgezeichnet. Bei der Bekanntgabe unterstrichen sie außerdem den effektiven Aufbau der Interviews, der einen klaren roten Faden durch die gesamte Broschüre bildet. Ein Beitrag aus Plauen (Sachsen) und Berlin belegte den zweiten beziehungsweise den dritten Platz.

Nach der Preisverleihung fanden sich Gäste, Schüler und Veranstalter zu einem kleinen Empfang ein, wo die immer noch überraschten und glücklichen Kenzinger Schüler viele positive und begeisterte Rückmeldungen erhielten, heißt es in der Pressemitteilung des Gymnasiums

Die Schülergruppe um AG-Leiter Stefan Henninger stellt am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr ihre Broschüre im Atrium des Gymnasiums Kenzingen vor und veröffentlicht sie anschließend. Dabei werden Texte vorgelesen, Interviews wiedergegeben und der aus Kippenheim deportierte Jude Kurt Salmon Maier, der heute in Washington zu Hause ist, wird sich zu einem Zeitzeugengespräch einfinden. Interessierte können sich mit einer E- Mail an presse.ag@gymkenz.de für die Veranstaltung anmelden.

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