Kenzingen "Jede Frau will schön sein"

Nordweil (jg). "Seelenbeauty" nennt sie es. Der Grund, warum Melanie Meiritz in ihrem Kosmetik-Institut "Queen of Cream" in Nordweil auch Permanent-Make-Up anbietet, war das Schicksal einer Bekannten. Sie war an Krebs erkrankt und litt nach der Chemotherapie auch darunter, dass sie alle Haare verloren hatte. "Frauen leiden darunter, wenn ihr Gesicht seinen Rahmen verliert und Augenbrauen und Wimpern ausfallen", erklärt Meiritz. Sie überlegte, wie sie der Frau in diesem Punkt helfen könnte und stieß auf Permanent-Make-Up. Mit feinster Härchenzeichnung oder einer sanften Schattierung ist es durch dieses möglich, Augenbrauen zu zeichnen, die echt aussehen, oder Wimpernkränze zu verdichten.

Um das Permanent-Make-Up anbieten zu können, hat Meiritz eine spezielle TÜV-zertifizierte Ausbildung durchlaufen und sich informiert, welcher Anbieter für sie als Partner in Frage kommt. Sie hat sich für den Marktführer Long-Time-Liner entschieden; denn nur mit seinem Gerät sei die feinste Arbeit ohne Narbenbildung garantiert, was Meiritz zuvor erlernt und praktiziert hat. Denn damit wird mit einer feinen Nadel punktuell pigmentiert.

Natürlicher Typ wird in Szene gesetzt

Beim Permanent-Make-Up gehe es nicht darum, aus der Kundin einen ganz neuen Typ Mensch zu machen, macht Meiritz deutlich. Vielmehr solle der Typ der Kundin – oder auch des Kunden – nur unterstrichen und in Szene gesetzt werden. "Die Härchen werden sehr fein aufgetragen, sodass es absolut natürlich wirkt", erklärt Meiritz.

Insgesamt ist es für jeden möglich, durch Permanent-Make-Up Lippen, Augenbrauen und Lidstrich zu betonen. Das sei für alle interessant, die entweder zu wenig oder keine Härchen haben, ein paar Jahre durch Make-Up wegmogeln wollten oder sich einfach das tägliche Schminken sparen wollten, erklärt Meiritz.

Auch farblich wird alles genau auf den Kunden abgestimmt, sodass es zu seinem Typ und seinen Vorstellungen passt. Vor dem Pigmentieren wird mit einem speziellen Stift vorgezeichnet. Die Erstellung des Permanent-Make-Up beginnt erst, wenn der Kunde vollkommen zufrieden ist. Schmerzhaft sei das Pigmentieren übrigens nur in den seltensten Fällen, so Meiritz. Durch eine spezielle Spanntechnik werde der Schmerz reduziert und die Stelle fixiert.

Für spezielle Fälle – etwa wenn es um eine Pigment-Auffüllung bei der Weißflecken-Krankheit geht, oder darum, Narben zu retuschieren – arbeitet Meiritz mit einer Partnerin zusammen, die auf solche Fälle spezialisiert ist.

Meiritz’ Bekannter jedenfalls habe das Anwenden des Permanent-Make-Ups nach der Chemotherapie zu neuem Selbstbewusstsein verholfen. "Sie erklärte, ich habe ihr ein neues Ich geschenkt", erinnert sich Meiritz. Und eines weiß die Kosmetikerin genau: "Jede Frau will schön sein – egal, ob sie krank ist oder gesund."

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