Kenzingen Diethelm Scholle ist der neue Vorsitzende

Kenzingen (ws). Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat in den vergangenen fünf Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Ging im Jahr 2013 noch das Gerücht der Auflösung um, sind die Ersthelfer heute das Vorzeigeobjekt im Landkreis für gut funktionierende Rettungsarbeit.

Der Umschwung war ein Verdienst des Dreigestirns Rudi Nadler, Georg Fischer und Diethelm Scholle. Letzterer wurde in der Hauptversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Nachfolge als Bereitschaftsführer tritt Daniel Fränzle an. Krankheitsbedingt konnte Rudi Nadler der Sitzung nicht beiwohnen. Die Leitung übernahm Bereitschaftsarzt Steffen Ghani, dem einiges missfiel: 18 000 Euro müssen jährlich an den Kreisverband abgeführt werden, die Zahl der Blutspender stagniert und es gibt einen konstanten Mitgliederschwund. Die Initiative mehr Mitglieder zu gewinnen war katastrophal ausgefallen, bedauerte Ghani. Er entschuldigte sich öffentlich bei den vergrämten Leuten.

In seinem letzten Bericht als Bereitschaftsführer stellte Scholle die mannigfaltigen Einsätze vor, für die auch oft das Privatleben der Einsatzkräfte hintenan steht. So gab es etwa am Silvesterabend zahlreiche Verletzte bei einem Dachstuhlbrand zu versorgen. Insgesamt 38 Wachdienste, in denen 269 Personen behandelt wurden, galt es 2017 zu bewältigen. Die Zahl der Einsatz- und Sanitätsdienststunden bezifferte Scholle auf "weit über 7000".

Noch immer ist die Flüchtlingsarbeit der zentrale Punkt beim DRK. Seit 2014 leitet Georg Fischer den Arbeitskreis. Vor einem Jahr wurden weit mehr als 350 Personen betreut. Durch Wegzug, Ausweisung oder Abschiebung hat sich die Fürsorge halbiert.

Auch als Ausbildungsstandort ist Kenzingen sehr gefragt. Ausbilderin Betti Ochsner leitete 31 Aus- und Weiterbildungen, die 373 Personen besuchten.

Die Kleiderkammer wirbt mit dem neuen Slogan: "Gutes aus zweiter Hand". Mehr als 1000 Personen haben das Angebot 2017 wahrgenommen.

Schatzmeister Georg Fischer errechnete einen Überschuss von 11 000 Euro. Bürgermeister Matthias Guderjan zollte dem Verein großen Respekt vor der Fülle der bewältigten Aufgaben. Derzeit werden die DRK-Räume in der Industriestraße renoviert und direkt an der Bahnlinie befinden sich Räumlichkeiten zur Unterbringung von Rettungsfahrzeugen derzeit im Bau.

Für den nicht mehr kandierenden Rudi Nadler wählten die Teilnehmer Diethelm Scholle als Vorsitzenden. Für den ebenfalls ausgeschiedenen Kassenwart Georg Fischer übernimmt Diana Sbresny die Amtsgeschäfte.

45 Jahre: Adelbert Glöcke 35 Jahre: Betti Ochsner

15 Jahre: Christian Klemke

10 Jahre: Christoph Gerber

5 Jahre: Helmut Heß, Ingrid und Diethelm Scholle und Georg Fischer.

  • Bewertung
    0