Keine Einschränkungen in Rust Mehr als 20.000 dürfen in den Europa-Park

Rust - Mit der neuen Corona-Verordnung sind für die Freizeitparks im Land alle Einschränkungen gefallen. Der Europa-Park will sich jedoch weiter selbst reglementieren – auch wenn die Besucherlimits vor allem an den Wochenenden längst erreicht werden.

Als "Modellprojekt" hat der Europa-Park die Freizeit-Branche in Baden-Württemberg aus dem Lockdown geführt. Nun hat das Land weitere Lockerungen beschlossen, sodass der Spaß in Rust und andernorts (fast) keine Grenzen mehr kennt. Die LZ sagt, was genau das für den Europa-Park, seine Wasserwelt und das Hotel-Resort bedeutet – und was Besucher jetzt beachten müssen.

Wie ist die aktuelle gesetzliche Regelung für Freizeitparks?

Ganz einfach: Seit Montag sind alle Beschränkungen aufgehoben. Parks müssen lediglich noch die Kontaktdaten ihrer Besucher erheben. Voraussetzung für diese weitreichenden Freiheiten ist eine Sieben-Tage Inzidenz unter 35. Das ist derzeit in allen Land- und Stadtkreisen gegeben. In der Ortenau liegt sie seit Tagen sogar unter zehn.

Welche Regeln gelten jetzt im Europa-Park?

Der Verantwortlichen in Rust setzen nach wie vor auf ihr bewährtes Hygiene-Konzept, wie Park-Sprecherin Diana Reichle erklärt: "Die AHA-Regeln sind weiterhin einzuhalten, wobei ein besonderer Fokus auf dem Tragen der medizinischen Maske liegt." Wegfällt indes der 3 G-Nachweis: Besucher müssen nicht mehr getestet, genesen oder geimpft sein. Das gilt auch in den Hotels und für das Spaßbad Rulantica.

Kann ich jetzt wieder spontan in den Park?

Nein. "Die sogenannte Datenverarbeitung über unser Ticketsystem ist noch Bestandteil der Auflagen", sagt Reichle. Heißt: Auch künftig muss man sich vor einem Park-Besuch online ein tagesdatiertes Ticket kaufen. Auf diese Weise erfüllt das Unternehmen seine Pflicht zur Erfassung der Gästekontakte.

Wie viele Besucher dürfen momentan in den Park?

Mit der Landesregierung hatte der Europa-Park zum Neustart Mitte Mai Besucherlimits vereinbart. In Stufen ging es von 10 000 über 15 000 bis 20 000 hoch. Diese Beschränkung ist am 27. Juni gefallen, berichtet Reichle, sodass der Park seit dieser Woche theoretisch wieder an seine natürliche Kapazitätsgrenze gehen dürfte. An absoluten Spitzentagen vor Corona passierten bis zu 50 000 die Drehtore. Diese Verhältnisse wird es aber so schnell nicht wieder geben, macht Reichle deutlich: "Die Besucherzahl wird weiterhin weit unter der Vollauslastung liegen. " Man wolle sich "langsam und verantwortungsvoll weiter vorantasten". Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Park mit der Hälfte der maximalen Kapazität "begnügt". Auf absehbare Zeit sei keine Aufhebung der Begrenzung geplant.

Wie ist derzeit die Auslastung im Europa-Park und den Hotels?

Insbesondere an den Wochenenden war der Europa-Park zuletzt ausgebucht, berichtet Reichle, "unter der Woche gibt es weiterhin noch Kapazitäten". Die Situation der sechs parkeigenen Hotels müsse man "zeitlich differenziert" betrachten. Demnach brummt es dort vor allem in den Ferienzeiten, insgesamt sei die Auslastung der Zimmer und Betten "gut".

Wie ist die Situation beim Personal?

Laut Reichle sind mittlerweile alle aus der Kurzarbeit zurückgekehrt. In der Sommersaison zählt der Park fast 4500 Mitarbeiter. In einigen Bereichen sucht man sogar noch nach weiteren Kräften.

Wie sicher ist ein Besuch im Europa-Park?

"Sehr sicher", sagt Sprecherin Reichle. Das Hygienekonzept sei im Rahmen des Modellprojekts von Gesundheitsbehörden und Wissenschaftlern der Uni Freiburg geprüft und für gut befunden worden. Kleine Schwachstellen hätte man gleich nach dem Neustart optimiert.

Durchgehend geöffnet

Der Europa-Park wird in diesem Jahr durchgehend geöffnet sein. Wie Sprecherin Diana Reichle der LZ bestätigte, will man auf die sonst üblichen Schließtage im November verzichten. Das bedeutet, dass das Umdekorieren von Halloween auf die Wintersaison im laufenden Betrieb stattfindet. So plante der Europa-Park bereits im vergangenen Jahr, um die coronabedingten Einbußen zu kompensieren, allerdings machte damals die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Ende Oktober kam der Lockdown.

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