Kappel SC Kappel feiert die Meisterschaft beim Public Viewing

Darf auch beim SC Kappel nicht fehlen: das Meister­shirtFoto: Verein Foto: Lahrer Zeitung

Dass sich Fußballer im Juni zum Public Viewing im Vereinsheim treffen, ist nichts besonders. Normalerweise jedoch trifft man sich, um Spiele von Welt- oder Europameisterschaften zu schauen. Die Spieler des SC Kappel kamen am Samstagvormittag jedoch zum Sportplatz, um den virtuellen außerordentlichen Verbandstag des Südbadischen Fußballverbands (SBFV) zu verfolgen, der auf Youtube übertragen wurde.

Den Kappelern war dabei klar: Wird die Saison abgebrochen, steigt man als Meister der Kreisliga B Staffel IV auf. Und so blickten die SCK-Spieler gebannt auf die Leinwand. Einen riesigen Jubelschrei, als die Delegierten den Leitantrag des SBFV angenommen hatten, gab es jedoch nicht, sagt Benjamin Bücheler, stellvertretender Vorsitzender und Sportlicher Leiter beim SC Kappel. Man sei sich durch die vielen Anträge, über die es abzustimmen galt, gar nicht sicher gewesen, wann der Aufstieg fix ist, erzählt Bücheler mit einem Schmunzeln. "Erst als der nächste Tagesordnungspunkt aufgerufen wurde, waren wir uns sicher. Dann ist peu à peu die Spannung abgefallen."

Kein Vergleich zu Sieg in Entscheidungsspiel

Mit dem Gefühl eines gewonnenen Entscheidungsspiele habe es allerdings nichts zu tun gehabt, ist Bücheler ehrlich. "Aber wir haben versucht, das Beste draus zu machen." Soll heißen: Vom Verein gab’s für jeden Spieler ein Essen, Freibier und ein Meistershirt. Auf dem Sportplatz wurden zudem in Form von kleineren Spielchen gefeiert – natürlich immer unter Wahrung des nötigen Abstands. Für den SCK gab’s übrigens noch einen weiteren Grund zur Freude: Auch die SCK-Reservemannschaft steigt als Meister auf und spielt künftig in der Kreisliga-A-Reservestaffel.

Weniger erfolgreich verlief der Verbandstag dagegen für den TuS Mahlberg, der in der Kreisliga B Staffel IV hinter den Kappelern auf Rang zwei steht. Wäre die Saison regulär beendet worden, hätte der TuS Relegation spielen dürfen. So aber schauen die Mahlberger in die Röhre. Denn ein Antrag von insgesamt 28 Vereinen (darunter auch Mahlberg), der ein Aufstiegsrecht für Relegationsteilnehmer vorsah, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Vizemeister wollen wieder angreifen

"Leider wird es dieses Jahr keine Relegation geben. Glückwünsche gehen an die Jungs vom SC Kappel, die als Meister in die Kreisliga A aufsteigen", schreiben die Mahlberger auf ihrer Homepage. Zudem geben sie auch gleich die Devise für die kommende Runde aus: "Ihr könnt euch aber sicher sein, wir geben nächstes Jahr wieder Vollgas!"

Ähnlich äußert man sich auf beim FSV Seelbach, der als Bezirksliga-Zweiter ebenso den Aufstieg verpasst hat. "Wir sind natürlich enttäuscht. Aber wir nehmen das so an und versuchen, nächste Saison sportlich zu antworten", sagt der Sportliche Leiter Ralph Linster. Auch die Seelbacher waren einer von 28 Antragsstellern, die nun in der kommenden Runde einen neuen Anlauf nehmen müssen. Man wolle wieder oben mitspielen, sagt Linster. "Die Mannschaft ist gefestigt und gestärkt", sagt er.

Und auch auf der Trainerposition wird der Saisonabbruch wohl nicht zu einem Wechsel führen. Domenico Bologna hatte sich Mitte Mai, als der Verband seine Entscheidung bekanntgegeben hatte, sehr enttäuscht über die Entscheidung geäußert und auch persönliche Konsequenzen nicht ausgeschlossen. Nach einiger Zeit scheint sich das nun etwas gelegt zu haben. Die Gespräche mit ihm seien positiv, so Linster, der am Montag davon ausging, das der FSV Seelbach auch in der kommenden Runde vom Vizemeister-Trainer Bologna betreut wird.

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