Hochwasser-Management Weiter Kampf um trockene Keller

Michael Masson
Die BI fordert, den Elzgraben mit seinen Abflüssen stets sauber zu halten, damit vor allem Starkregen gut abfließen kann. Foto: BI

Hochwasser: BI fordert zentrale Koordinationsstelle

Kappel-Grafenhausen - Die Bürgerinitiative "Trockene Keller" hat weitere Forderungen zum Hochwasser-Management für Kappel-Grafenhausen. Nach langer Corona-Zwangspause seit 2019 trafen sich einige BI-Mitglieder jüngst zur Hauptversammlung. Untätig war die BI aber nicht geblieben, berichtete der Vorsitzende Wolfgang Kölble. So habe es 2019 ein fruchtbares Gespräch mit Bürgermeister Jochen Paleit über das Sauberhalten und Ertüchtigen von Erb- und Kapuzinergraben gegeben, die bei Starkregen als Abflüsse dienen. Zudem hatten diverse Hochwasser-Drosselungen der Elz wie in Riegel in den vergangenen Jahren gut funktioniert. Jedoch: Am 13. Juli dieses Jahres waren bei Starkregen abermals mehr als 70 Keller zumeist im Kappeler Tiefgestade westlich der Elz der BI als "vernässt" gemeldet worden, einige auch in Grafenhausen.

BI fordert Koordinationsstelle für Starkregen

Auf der aktuellen BI-Hauptversammlung ging es dann um zwei Themen: Zum einen die Forderung nach einer Koordinationsstelle in der Gemeinde, die "über alle erforderlichen Schritte zum Schutz vor Schadwirkungen bei Starkregen informiert ist". Neben dem Zugang zu Sandsäcken soll es dort künftig auch Informationen über Drosselungen samt einem aktuellen Alarmsystem geben – sogar mit Sirene, falls nötig.

Zudem fordert die BI eine Änderung des derzeitigen Mähkonzeptes für den Hochwasser-Umleitungskanal und weitere Gräben etwa entlang der Waldstraße. Aber auch eine Reaktivierung des verlandeten Entwässerungsgrabens Oberau sei nötig, erklärte Mit-Vorsitzender Gerd Köhli. Gemäht werden sollen die allesamt künftig drei Mal im Jahr beidseitig mit Sohlräumung. Denn, so die BI: "Das Abführen von Hochwasser aus dem Siedlungsbereich nach Starkregen hat Vorrang."

Köhli wird weiterhin akribisch sämtliche verfügbaren Daten sammeln und auswerten, ob über Grundwasserstände, Staumaßnahmen oder Gräben-Pflege. "Ich bin stolz auf das Vorstandsteam!", dankte denn auch Mitglied Reinhold Wild. Auch Bürgermeister-Stellvertreter Johannes Lehmann dankte der BI namens der Gemeinde für ihre konstruktive Tätigkeit im Interesse der Bürger.

Vorstand bei Wahlen im Amt bestätigt

Jeweils einstimmig wurden nach vorangegangener einmütiger Entlastung die drei Vorsitzenden Köbele, Köhli und Franz Fliehler in ihren Ämtern bestätigt, ebenso Kassenführerin Ursula Köhli. Beisitzerbleiben Jürgen Bohn und Klaus Herbstrith. Zuvor hatte Ursula Köhli von einem gewachsenen, "sehr beruhigendem Kassenstand" berichtet, was nicht zuletzt den Beiträgen der 52 Mitgliedern zu verdanken sei; unter ihnen sind auch viele Familien, die aber nicht einzeln mitgezählt werden.