Polizei ermittelt noch Verdacht gegen Jugendlichen besteht weiter

Der Brand in der katholischen Kita in Kappel am Donnerstag beschäftigt weiterhin Ermittler und Gemeinde. Foto: Ullrich

Kappel-Grafenhausen - Schnell reagiert hat die Gemeinde auf das Feuer im katholischen Kindergarten St. Cyprian und Justina. Das sagte Hauptamtsleiter Daniel Kunz am Montag vor dem Gemeinderat. Wie berichtet, war am vergangenen Donnerstag das Flachdach und die Räume der Kita bei einem Brand derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein Betrieb bis zu den Sommerferien nicht möglich ist. Immerhin hatte die Feuerwehr einen Vollbrand verhindern können.

Nach wie vor steht ein Jugendlicher im Verdacht, das folgenschwere Feuer durch Zündeln an einer Mülltonne verursacht zu haben, erklärte Polizeisprecher Yannik Hilger am Dienstag auf LZ-Nachfrage. In diese Richtung werde "hauptsächlich ermittelt". Man stehe im Austausch mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Freiburg. Der Heranwachsende hatte in der Nacht selbst die Einsatzkräfte alarmiert.

Betroffen sind 80 Kinder in vier Gruppen. Die sollen nach Gesprächen mit der Kita-Leitung vorläufig im Grafenhausener Pfarrheim, im Kappeler Bürgersaal und dem ohnehin geschlossenen Jugendzen­trum untergebracht werden. Falls das Landratsamt wider Erwarten nicht zustimmt, stünde alternativ die Kappeler Festhalle zur Verfügung. Diese ist vorsorglich geblockt.

Kita soll nach den Sommerferien wieder in Normalbetrieb genommen werden

Zudem informierte Kunz, dass ein weiterer Brandsachverständiger hinzugezogen werde. Zur bereits früher beschlossenen Sanierung des maroden Kita-Dachs sollen die zusätzlichen Schäden genauer festgestellt werden. Kunz äußerte "den sportlichen Wunsch", nach den Sommerferien die Kita wieder in Normalbetrieb nehmen zu können.

Ironischerweise stand am Montag eine Anpassung der Kita-Gebühren in der Gemeinde auf der Tagesordnung des Rats. Elternbeiträge sollen laut einer Empfehlung des Gemeindetags einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent erreichen. Dies ist in Kappel-Grafenhausen laut Rathausmitarbeiter Eberhard Fischer nicht gegeben – nach den bereits im Vorjahr erfolgten würden nun weitere Erhöhungen notwendig. Insbesondere im Personalbereich seien die Kosten gestiegen. Das gelte insbesondere im Krippenbereich. In den Regelgruppen und denen mit verlängerter Öffnungszeit seien die aktuellen Beiträge hingegen annähernd konform mit den Empfehlungen.

Neu eingeführt wird eine monatliche Pauschale für die Essensteilnahme in Höhe von 70 Euro statt der bisher aufwendigen Einzelabrechnung. Der Monat August bleibt beitragsfrei. Folgende Beiträge wurden erhöht: Regelbetrieb um einen Euro auf 133 Euro, Ü 3 mit verlängerten Öffnungszeiten (6,5 Stunden) auf 178 Euro (plus acht Euro), Ü 3-Ganztagsbetreuung auf 373 Euro (plus 33 Euro) und U 3-Krippenbetreuung mit 6,5 Stunden auf 362 Euro (plus 29 Euro). Ohne Gesprächsbedarf stimmte der Gemeinderat der neuen Gebührenordnung zu.

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