Kappel-Grafenhausen Schuppen-Brand geht glimpflich aus

Den Schaden, der beim Schuppenbrand in Kappel entstanden ist, schätzt die Polizei auf 15 000 Euro. Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus konnte glücklicherweise verhindert werden. Foto: Rest

Kappel-Grafenhausen - Glück im Unglück hatten Sonntagnacht die Bewohner eines Hauses in Kappel. Dadurch dass sie den Brand des Schuppens neben ihrem Haus rechtzeitig bemerkten und selbst zum Gartenschlauch griffen, konnten sie Schlimmeres verhindern.

Bewohner griffen selbst zum Gartenschlauch

"Wären wir eine halbe Stunde später gerufen worden, hätte es ganz anders ausgehen können", berichtet Kappel-Grafenhausens Feuerwehr-Kommandant Hilmar Singler der Lahrer Zeitung über den Brand in der Nacht von Sonntag auf Montag in Kappel. So aber konnten die Feuerwehr und die Besitzer des brennenden Schuppens eine Ausbreitung des Brandes verhindern.

Als die Bewohner am Sonntag gegen 23.45 Uhr bemerkten, dass der Gebäudeschuppen, der unmittelbar an ihr Wohnhaus angrenzt, brannte, riefen sie die Feuerwehr und begannen mit einem Gartenschlauch das Feuer im Zaum zu halten.

Dadurch gelang es der Feuerwehr nach ihrem Eintreffen zu verhindern, dass die Flammen vom Schuppen auf das benachbarte Wohnhaus übergriffen. Denn durch die enge Bebauung hätte das durchaus geschehen und der Brand somit fatale Folgen haben können. "Der Brandort war nur von einer Seite aus zugänglich. Wäre das Feuer erst später bemerkt worden, wäre es aufgrund der verschachtelten Verbauung schwierig gewesen, dort gut zum Löschen ranzukommen", berichtet Singler.

Brandursache steht noch nicht fest

Mit einer Wärmebildkamera schauten die Feuerwehrleute nach weiteren Brandnestern. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden. Insgesamt halfen 40 Einsatzkräfte, den Brand einzudämmen. Vor Ort waren die Feuerwehr Kappel-Grafenhausen mit vier Fahrzeugen und der Führungstrupp Rhein-Süd sowie die Feuerwehr Rust mit Drehleiter und einem Löschfahrzeug.

Zur Brandursache kann die Polizei aktuell noch keine Angaben machen. Ausgebrochen war der Brand in einer Mülltonne, die sich auf dem Grundstück in der Nähe des Schuppens befand. "Aktuell liegen keine Hinweise vor, die auf vorsätzliche Brandstiftung hindeuten", erklärte Polizei-Sprecher Yannik Hilger auf Nachfrage der Lahrer Zeitung. Der Schaden wird auf etwa 15 000 Euro geschätzt.

43. Einsatz in Kappel-Grafenhausen

Für die Feuerwehr Kappel-Grafenhausen war der Brand der 43. Einsatz in diesem Jahr. Außer zu 24 Flächen-, Fahrzeug- und Gebäudebränden inner- und außerhalb der Doppelgemeinde (Sonntag mitgezählt) wurden die Einsatzkräfte etwa auch zur Beseitigung von Ölspuren, Tier- und Personenrettungen oder bei Sturm- und Wasserschäden zu Hilfe gerufen

Bei größeren Einsätzen mit mehreren Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen ist für die örtliche Einsatzleitung fachliche Unterstützung sowie eine konsequente Dokumentation von großer Wichtigkeit. Aus diesem Grunde haben sich die Kommandanten und Bürgermeister der Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust und Schwanau darauf verständigt einen übergreifenden Führungstrupp zu gründen. Am 1. März 2016 nahm der Führungstrupp Rhein-Süd seine Arbeit auf. Er besteht aus mehr als 20 Gruppen- und Zugführern aus den drei Gemeinden.

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