Telekom setzt auf Glasfaser Schnelles Internet für Grafenhausen

Julia Göpfert

Infrastruktur: 25 Betriebe im alten und neuen Gewerbegebiet haben Chance auf Glasfaseranschluss / Bis zu 100 Gigabit pro Sekunde

Grafenhausen - Die Telekom plant Glasfaser für das Gewerbegebiet Grafenhausen. 25 Firmen können dann mit bis zu 100 Gigabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein – vorausgesetzt ein Drittel von ihnen erklärt sich bereit, mitzumachen.

Im Gewerbegebiet Grafenhausen haben die rund 25 Unternehmen die Chance, sich kostenlos ans Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom anschließen zu lassen. Wenn sich bis zum 10. Oktober mindestens 30 Prozent der dort ansässigen Firmen für einen Glasfaseranschluss der Telekom entscheiden, wird das Gewerbegebiet ausgebaut. Die Firmen erhalten den Einbau des Gigabit-Anschlusses ohne zusätzliche Kosten, erklärt die Telekom in einer Pressemitteilung. Das Angebot auf Glasfaser reiche dabei vom asymmetrischen 100-Megabit-pro-Sekunde-Geschäftskundenanschluss über den symmetrischen einen Gigabit-pro-Sekunde-Anschluss bis hin zu direkten Übertragungswegen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde.

Das Angebot der Telekom auf schnelles Internet gilt dabei nicht nur für die aktuellen Firmen, wie die Telekom angibt. Auch die zukünftigen Firmen des neuen Rhinova Gewerbepark (Kleinoberfeld  III), erklärte Kappel-Grafenhausens Bürgermeister Jochen Paleit, der den Ausbau des Glasfasernetzes sehr begrüßt, der LZ: "Wir freuen uns sehr darüber, auch schon den zukünftigen Unternehmen im neuen Gewerbegebiet den Anschluss zur Verfügung stellen zu können."

"Die Zukunft ist Glas"

Die Telekom wird dafür rund drei Kilometer Glasfaser verlegen und die Unternehmensstandorte direkt an das Glasfaser-Netz anbinden. Dabei sollen beim Gewerbegebiets-Ausbau in Kappel-Grafenhausen unter anderem auch alternative Verlegeverfahren wie "Trenching" eingesetzt werden. Das ist eine Verlegung von Glasfaser in 40 statt 60 Zentimeter Tiefe. Das sei zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau und führe zu kürzeren Bauzeiten und somit weniger Belastungen für die Anwohner, erklärt die Telekom.

"Die Zukunft ist Glas", sagt Jean-Pascal Roux, Leiter Wohnungswirtschaft und Breitbandausbau Geschäftskunden der Telekom Deutschland. "Eine flächendeckende und zukunftssichere Breitbandversorgung ist für Deutschland von außerordentlicher Bedeutung. Sie ist die Basis für seine Wirtschafts- und Innovationsstärke, aber auch für die gesellschaftliche Teilhabe seiner Menschen."

Name: Das neue Grafenhausener Gewerbegebiet "Kleinoberfeld  III" wurde in Rhinova Gewerbepark umbenannt. Der Name spielt zum einen darauf an, dass Kappel-Grafenhausen eine Rheingemeinde ist. Der hintere Teil "-nova" steht für die moderne Infrastruktur und innovative Form des Gewerbes, die dort entstehen soll. n Größe: Der Rhinova Gewerbepark an der A 5 umfasst insgesamt zehn Hektar und gliedert sich in drei Gebiete. Gebiet A hat ein freie Größe von 22.000 Quadratmetern, Gebiet B von 20.000 und Gebiete C von 22.000 Quadratmetern.n Musterhaussiedlung: Schon angesiedelt ist die "Fertighaus-Welt Schwarzwald" mit einem 17.000 Quadratmeter großen Gelände für eine Musterhaussiedlung.

 Interessenten: Zusammen mit Hauptamtsleiter Daniel Kunz macht Bürgermeister Paleit zusammen eine Sommerreise, um sich alle Betriebe, die sich aus dem Ort und der Region für das neue Gewerbegebiet gemeldet haben, zu besuchen und anhand eines Kriterienkatalogs zu bewerten. So spielt bei dem durchgrünten Gewerbepark etwa Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die Ergebnisse sollen dann dem Gemeinderat vorgestellt und die ersten Flächen am besten schon im Winter verkauft werden. "Das Interesse ist sehr gut und ich bin auch beeindruckt von den Interessenten. Es kommen sehr viele in Frage", erklärte Paleit auf LZ-Nachfrage. Auch international sollen Plätze vermarktet werden, etwa über die Messe Expo-Real. "Aber zuerst sind die Einheimischen dran", macht Paleit deutlich.

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