Kappel-Grafenhausen Rollstühle für behinderte Menschen in Benin

Ralf Jäger (links) spendete Geld für die Anschaffung von Rollstühlen in Benin. Dafür dankten ihm Bischof Eugène Houndekon und Eleonore Dietz. Foto: Rest Foto: Lahrer Zeitung

Kappel-Grafenhausen. Die gemeinnützigen Hilfsorganisation "Entwicklung durch Teilung" aus Kappel-Grafenhausen hat bei ihrer Hauptversammlung den Mitgliedern über ihre Arbeit und Aktivitäten des vergangenen Jahres informiert. Begrüßen durfte die Vorsitzende Eleonore Dietz auch Bischof Eugène Cyrill Houndekon aus Abomey im westafrikanischen Benin.

Dietz berichtete über die Verteilung der gespendeten Hilfsgüter wie etwa Computer, Fahrräder, Nähmaschinen, Bügeleisen und Bürobedarf. Die Vorsitzende sei bei den Spendentransporten per Container immer selbst vor Ort, damit alles in die richtigen Hände gelange.

Über das Sommerfest und weiteren Veranstaltungen berichtete Schriftführerin Hildegard Andlauer. Da die Politik im Land Benin die Zollbefreiung von Hilfsorganisationen aufgehoben habe, sei die Auslösung des Containers im Hafen von Cotonou erheblich teurer. Dies verschlinge einen enormen Teil von Mitglieder- und Spendengeldern, so Rechnerin Roswitha Schaub.

Erste Erfolge auf dem Grundstück des Vereins

Neben Frauenhäuser und Behindertenheim würden auch Häuser für Straßenkinder finanziell unterstützt. Zudem werde es 16 Waisenkindern durch die Übernahme des Schulgelds ermöglicht, eine Schule zu besuchen.

"Der Spendentransport und die Unterstützung haben eine große Bedeutung für die notleidenden Menschen in Benin", erklärte Bischof Houndekon. Er berichtete außerdem über erste Erfolge auf dem Grundstück, das der Verein vor Jahren gekauft hat und auf dem verschiedene Sträucher, Pflanzen, Bäume gepflanzt wurden. Dass die erste Ernte von Nüssen und Cashewkernen gering ausfalle, liege überwiegend am Wassermangel. Das Schlagen eines Brunnens wäre in dieser Region sehr hilfreich, sei aber durch den steinigen Boden und die Tiefe nicht einfach und mit sehr hohen Kosten verbunden.

Bischof Houndekon nutzte die Gelegenheit, sich bei allen, die die Menschen in seinem Land durch Geld, Schachwerte und ehrenamtliche Arbeit hierzulande unterstützen. Dazu zählt auch Ralf Jäger, der kürzlich bei seinem runden Geburtstag auf Geschenke verzichtete und das Geld lieber an den Verein "Entwicklung durch Teilung" spendete. Mit dieser Spende, so bat Jäger den Bischof, solle er fünf Rollstühle für behinderte Menschen in Benin angeschafft.

Eleonore Dietz brachte am Ende der Versammlung ihren Wunsch zum Ausdruck, dass die Hilfsarbeit, vor allem beim Spendentransport, in Zukunft auf mehrere Personen verteilt werden solle, damit sie und ihr Mann Hans entlastet würden.

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