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Kappel-Grafenhausen Ganz nah dran am Gemeinderat

Alles rund um den Gemeinderat findet sich im Ratsinformationssystem unter www.kappel-grafenhausen.de. Screenshot: fx Foto: Lahrer Zeitung

Auf der Homepage der Gemeinde findet sich seit Kurzem ein "Ratsinformationssystem" (RIS). Pascale Trotter von der Verwaltung stellte die Neuerung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

 

Kappel-Grafenhausen. Zu finden ist das RIS unter dem Menüpunkt "Rathaus". Es wurde bislang von der Verwaltung zur Erstellung, Bearbeitung und Protokollierung von Gemeinderatssitzen genutzt, steht nun aber auch Bürgern zur Verfügung. Dort sind nicht nur Ämter, Gemeindegremien und Fraktionen aufgeführt. Es finden sich auch Beratungs- und Beschlussvorlagen samt einer Übersicht der Sitzungstermine. Auch alte Unterlagen der öffentlichen Gemeinderatssitzungen sollen jetzt nach und nach eingepflegt werden – soweit der Speicherplatz reicht.

Da findet sich unter anderem bereits die Vorlage zu Aufträgen für die Sanierung des gemeindeeigenen Gebäudes in der Schulstraße, die bei der jüngsten Sitzung vergeben wurden. So übernimmt die Maler- und Lackierarbeiten für rund 25 400 Euro die Kappeler Firma Horst Schilli. Die Bodenbelagsarbeiten gingen für rund 23 400 Euro an die ebenfalls ortsansässige Firma Uwe Fehrenbach. Tischlerarbeiten führt die Ettenheimer Firma Siefer für knapp 19 000 Euro aus. Alle Summen liegen im bisherigen Kostenrahmen. Die sollen sich für das alte Schulhaus auf 433 000 Euro belaufen.

Weiteres Thema der Sitzung war – wie bereits in vielen anderen Gemeinden – der Konsortialvertrag mit dem Ortenaukreis. Inhalt: Eine glasfasergestützte Breitbandversorgung soll überall für schnelleres Internet sorgen. Mit breiter Mehrheit stimmten die Räte dafür, der "Breitband Ortenau GmbH & Co. KG" beizutreten.

Zuvor hatte Hauptamtsleiter Daniel Kunz erklärt, dass man mit der Telekom und anderen Anbietern Gespräche über eine bessere Netzversorgung mit Glasfasertechnik geführt habe. Die sähen jedoch derzeit keine Notwendigkeit, in dieser Sache tätig zu werden. Das Thema sei zwar "schwer verdaulich", aber die Vertragsentwürfe mit der KG seien zustimmungsfähig. Neben einem einmaligen Betrag von 5000 Euro samt Einlage wird die Gemeinde jährlich 2500 Euro zu bezahlen haben.

Doch es regte sich auch Widerspruch. Thomas Anselm (FW) bezweifelt, dass die künftigen, von der Gemeinde zu tragenden Investitionskosten (abzüglich Zuschüssen rund 50 Prozent) durch Verpachtungsgebühren wieder hereinkommen. Fraktionskollegin Brunhilde Gündner stört sich daran, dass nur je ein Übergabepunkt in den beiden Ortsteilen eingerichtet werden soll: "Alle weiteren Anschlusskosten zahlen wir" – nämlich die von den zwei Übergabepunkten zu den einzelnen Haushalten.

Frank Andlauer und Tobias Manz (beide CDU) begrüßten hingegen das Vorhaben als Zukunftsentscheidung, die auch den Standort stärke. Für viele Firmen sei schnelleres Internet mittlerweile unverzichtbar. Man müsse einen Schritt vorausdenken. Da sei es auch zu ertragen, in den nächsten zwölf Jahren vertraglich an die KG als Netzbetreiber gebunden zu sein.

Weitere Informationen: www.kappel-grafenhausen.de

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