Kappel-Grafenhausen Die Ausmaße des Millionen-Projekts sind bereits zu erahnen

Vor-Ort-Termin an der entstehenden Kita in Kappel (von links): Architekt Günter Erny, Bürgermeister Jochen Paleit, Hauptamtsleiter Daniel Kunz und die technische Bauamtsleiterin Lena Klingler Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Kappel-Grafenhausen. Ein Spatenstich zum Start für den Kindergarten-Neubau in Kappel musste coronabedingt ausfallen. Dafür wurde am Dienstag bei einem Vor-Ort-Termin der aktuelle Stand des Millionen-Projekts neben der Mehrzweckhalle vorgestellt.

Man kann im ersten Baustadium schon die Ausmaße erahnen, die noch erweiterbar sind. Für alle Fälle ist ein Ausbau mit zweiter Etage statisch eingeplant. Zunächst aber werden neue Räume für zwei Gruppen für über Dreijährige und einer für Jüngere gebaut, samt Eingangshof und diversen Funktionsräumen.

Aktuell wird die große Bodenplatte gegossen. In absehbarer Zeit soll darauf in nur zwei Wochen die komplette Holzkonstruktion entstehen. Die wird später teils frei sichtbar sein. Die technische Bauamtsleiterin Lena Klingler berichtete, dass die großen Auftragsvergaben mittlerweile erfolgt sind, nur noch wenige für spätere "Kleinarbeiten" stehen aus. Das Neubau-Projekt liegt laut Klingler noch immer im Finanzplan von rund 3,2 Millionen Euro, samt erwartetem Bundeszuschuss von 100 000 bis 150 000 Euro. Für Bürgermeister Jochen Paleit gut investiertes Geld: "Das stärkt unsere gute, dezentrale Infrastruktur."

Auch der Zeitplan stimmt weiterhin. Obwohl am 9. Mai bei Baggerarbeiten eine Panzerabwehrgranate mit anderthalb Kilo Sprengstoff gefunden wurde. Anschließende Untersuchungen hatten keine weiteren unliebsamen Überraschungen zutage gefördert (wir berichteten), sodass die Arbeiten weitergehen konnten. Architekt Günter Erny rechnet damit, dass die Kita bis Frühsommer 2021 fertig sein wird, um dann im September in Betrieb gehen zu können. Samt den Grünanlagen im Außenbereich übrigens, die derzeit noch in der Detailplanung stecken.

Wie ab kommenden Jahr die Gesamtplanung für die Gemeinde-Kitas aussieht, vermag Hauptamtsleiter Daniel Kunz noch nicht zu sagen. Das werde noch mit den Kita-Leitungen und der katholischen Kirche als externem Träger besprochen. Im Herbst soll durchgeplant werden, welche Angebote an welchen Kitas – etwa warmes Essen – künftig gemacht werden. Kunz: "Da laufen derzeit Planspiele." Spannend könnte später auch werden, ob angesichts des derzeit leer gefegten Arbeitsmarkts zusätzliches Kita-Personal ohne Probleme zu finden sein wird.

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