Kappel-Grafenhausen Bei der Kita geht’s nun nach oben

Eine Beton-Bodenplatte für die künftige Kita neben der Kappeler Halle ist ausgehärtet. Nächster Schritt ist die Errichtung der Gebäude-Holzkonstruktion. Foto: Masson Foto: Lahrer Zeitung

Kappel-Grafenhausen (mm). Eine gute Stunde lang tourte der Technische Ausschuss des Gemeinderats durch Kappel und Grafenhausen, um mehrere laufende oder künftige Baustellen in Augenschein zu nehmen. Bei der anschließenden Sitzung wurden dazu einige Beschlüsse gefasst.

Bei der künftigen Kindertagesstätte neben der Kappeler Halle ist die Bodenplatte fertig gegossen, alle Grundleitungen sind gelegt. Laut der technischen Bauamtsleiterin Lena Klingner wird nun ein Gerüst aufgestellt, um mit der Holzkons­truktion des Gebäudes beginnen zu können. Im September soll der Rohbau stehen und im Frühjahr die Kita in Betrieb gehen. Die Kostenberechnung stimme, man liege nach schon vielen erfolgten Ausschreibungen derzeit um rund 100 000 Euro unter den vorgesehenen Gesamtkosten von 3,24 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu werden die Schulan- und -umbauten an der Ferdinand-Ruska-Schule allerdings nach aktuellem Stand deutlich teurer als geplant (wir berichteten).

Gleich neben der Kita-Baustelle besichtigten die Räte den Narrenkeller der "Rhinschnooge" unter der Tauber­gießenschule. Deren feuchter Betonboden ist sanierungsbedürftig. Wie er am besten trocken zu bekommen ist, wird noch geklärt. Es liegt ein Angebot für Abdichtungen samt PVC-Boden für rund 7000 Euro vor. Überdies soll eine Überdachung des Eingangs über die Kellertreppen dafür sorgen, dass künftig kein Regenwasser mehr nach unten strömt.

"Rhinschnooge" bringen Eigenleistung

Dazu beschloss der Ausschuss später, den "Rhinschnooge" die nötigen, überschaubaren Materialkosten zu erstatten. Das sei, so Bürgermeister Jochen Paleit, eine "charmante Lösung", denn eine Auftragsvergabe käme mit Sicherheit teurer als Eigenleistungen des Vereins.

Der nächste Abstecher führte zur Grafenhausener Kita "Sonnenschein". Dort war die Corona-Zwangspause genutzt worden, um im Eingangsbereich eine Holzkonstruktion samt asbesthaltigem Dachmaterial zu entfernen. Nun stellt die Überdachung für knapp 15 000 Euro die Ettenheimer Firma Marko her. In fernerer Planung ist noch eine regensichere Verbindung vom Eingangstor zum Gebäude für geschätzte 14 000 Euro.

In Augenschein wurde auch der Grafenhausener Friedhof genommen. Dieser verfügt derzeit über zusammenhängende Freiflächen. Künftig sollen Urnengrabfelder angelegt werden. Zu klären ist noch, ob auch Platz für Doppelrasengräber ist. Neue Erschließungswege lehnte der Ausschuss jedenfalls mehrheitlich ab.

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