Kappel-Grafenhausen 12 Millionen für neues Gewerbegebiet

Freuen sich auf gute Zusammenarbeit (von links): Markus Riesterer, Geschäftsführer der Badenova-Konzept, Bürgermeister Jochen Paleit und Jens Weber, Vorsitzender des Gewerbevereins Kappel-Grafenhausen. Foto: Gemeinde

Kappel-Grafenhausen - Die Gemeinde Kappel-Grafenhausen und der Erschließungsträger Badenova-Konzept haben sich zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen: Mit dem Spatenstich für das Gewerbegebiet "Kleinoberfeld III" wurde diese besiegelt.

Rund 10,3 Hektar Bruttobaulandfläche umfasst das neue Gewerbegebiet "Kleinoberfeld III". "Platz genug für unsere lokalen Gewerbetreibenden, die expandieren möchten, und auch für überregionale Unternehmen, die von unserer Standortgunst direkt an den europäischen Verkehrsmagistralen im Rheintal profitieren möchten", so Bürgermeister Jochen Paleit beim Spatenstich mit coronabedingtem Abstand Freitag in Kappel-Grafenhausen.

Auch der Vorsitzende des Gewerbevereins Kappel-Grafenhausen, Jens Weber, würdigt das Engagement der Gemeinde. So biete Kappel-Grafenhausen mit dem neuen Gewerbegebiet großen wie kleinen Unternehmen vielfältige Gewerbeflächen, verkehrsgünstig optimal gelegen: "Das ist Perspektive für Gewerbe in Rheinkultur."

Erstmals Zusammenarbeit mit Badenova-Konzept

Mit der Entwicklung und Erschließung des Baugebietes beauftragte die Gemeinde Badenova-Konzept. Sie tritt dabei als eine gemeinsame Tochtergesellschaft der BN-Netze und sieben regionaler Sparkassen auf.

Das Gewerbegebiet "Kleinoberfeld III" ist für die Badenova-Konzept und die Gemeinde Kappel-Grafenhausen das erste gemeinsame Erschließungsprojekt. Auf Grundlage eines städtebaulichen Vertrages wurde durch den Erschließungsträger und durch die Gemeinde Kappel-Grafenhausen im ersten Schritt die Mitwirkungsbereitschaft aller Eigentümer mit Flächen im Gebiet geprüft, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. Diese konnte erzielt werden, sodass Badenova-Konzept die Flächen im Gebiet "Kleinoberfeld III" vollständig erworben hat.

Glasfaser sorgt für schnelles Internet

Parallel dazu wurde das Bebauungsplanverfahren in die Wege geleitet und es erfolgte eine Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten. Dabei hatte sich die Baufirma Amann aus Sasbach durchgesetzt.

Die Investitionen für das gesamte Gewerbegebiet wurden auf 12 Millionen Euro kalkuliert. Für eine schnelle Internetversorgung soll der Glasfaserausbau sorgen. Die verkehrliche Anbindung erfolgt über die bestehenden Erschließungen in der Kleinoberfeldstraße sowie der Straße "In den Rittmatten".

Um im Falle einer Baustelle, eines Unfalls oder Ähnlichem eine Notzufahrt vorhalten zu können, wird die Notzufahrt zur westlich liegenden Fabrikstraße miteingeplant. Diese soll jedoch in keinem Fall als reguläre Zufahrt dienen, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde.

Die Vermarktung der Gewerbeflächen erfolgt parallel zu den Erschließungsarbeiten. Kaufinteressenten können sich bei der Badenova-Konzept unter Telefon 0761/ 76 99 13 40 oder der Gemeinde Kappel-Grafenhausen unter Telefon 07822/­8 63 14 melden.

Viele Vorschläge für Straßennamen

Besonders freute sich Bürgermeister Jochen Paleit über die Namensvorschläge der Bürger zur Benennung der neuen Straßen im Gewerbegebiet. Sie würden die ganze Spannweite von altangestammten lokalen Handwerksberufen wie Drechsler, Glaser, Sattler, Küfer, Schlosser oder bis hin zur Europa-Straße und den im Rheintal wirkenden europäischen Humanisten "Beatus Rhenanus" und "Erasmus von Rotterdam" abdecken.

Sogar Planeten wie Jupiter, Saturn und Merkur wurden als Straßennamen vorgeschlagen. Über diese Namensvorschläge wird nun der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden, so Bürgermeister Paleit.

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