Beilage Top Job Die Wirtschaft boomt auch in unserer Region

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Fachkräfte und Nachwuchstalente zu finden. Für viele Arbeitnehmer hängt eine Zusage aber auch von der Attraktivität des Betriebs ab.

 

Wer einen Jobwechsel oder eine Veränderung im beruflichen Werdegang anstrebt, ist in Lahr und der südlichen Ortenau gut aufgehoben. Denn hier gibt es eine Zukunft mit hervorragenden Perspektiven. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region ist so gut wie lange nicht, berichtet die Agentur für Arbeit. Denn viele Indikatoren signalisieren, dass Lahr und Umgebung als Arbeitsplatz immer attraktiver werden. Und das ist nachweislich ein Pluspunkt gegenüber benachbarten Bereichen der Ortenau.

»Wir sehen im Raum eine richtig gute Entwicklung«, berichtet Horst Sahrbacher als Chef der Agentur für Arbeit im Ortenaukreis. Im ehemaligen Altkreis Lahr gebe es mittlerweile jede Menge Berufschancen für Einheimische, aber auch für viele Zuziehende, die hier in der Region eine Job-Perspektive für sich erkannt haben, weiß Sahrbacher. Voriges Jahr stieg die Zahl der neu gemeldeten Jobs im Raum Lahr bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur um fast 39 Prozent rapide an, verglichen mit 2016. Im Bereich des gesamten Agenturbezirks der Arbeitsvermittler waren es hingegen nur fast zehn Prozent an neu gemeldeten Stellen.

Mehr Arbeitsplätze in der Ortenau

Dieser Trend dauert schon eine Weile an. In den vergangenen zehn Jahren (2007 bis 2016) wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Bereich Lahr um 17,2 Prozent an. Das bedeutet, rund 6400 neue Jobs wurden geschaffen. Im Bereich der Arbeitsagentur insgesamt lag die Steigerung auch deutlich im Plus, mit 14,7 Prozent aber merklich unter dem Niveau von Lahr.

Laut Angaben der Stadt sind etwa 3700 Gewerbebetriebe in Lahr ansässig, die auf nationaler und internationaler Ebene in verschiedenen Branchen agieren: Werkzeug- und Maschinenbauer, Automobilzulieferer, Druckbetriebe, Sanitärausstatter und Verpackungshersteller sind hier beispielhaft zu nennen. Aber auch Bereiche der Gesundheit, Kreativwirtschaft und Logistik decken Unternehmen in Lahr als Beschäftigungsfeld ab. So arbeiten derzeit etwa 27 500 Menschen in Lahr.

Zalando kurbelt die Wirtschaft in Lahr an

Viele Arbeitsplätze sind im Industriegebiet am Lahrer Flugplatz angesiedelt, was laut Sahrbacher einen ganz dicken Pluspunkt darstellt. Der Stadt Lahr sei es gelungen, dort strategisch viele interessante neue Firmen anzusiedeln. So zum Beispiel das Schwergewicht Zalando. Der Versandhändler beschäftigt bereits mehrere Hundert Menschen und will in Kürze auf bis zu 1000 Mitarbeiter wachsen. Etwa jeder dritte dieser neuen Jobs wird und wurde mit Pendlern bestückt – und zwar aus dem Elsass. 40 Prozent der Zalando-Mitarbeiter sind Deutsche, die vor allem aus dem Nahbereich stammen und der Rest, gut 30 Prozent, sind Mitarbeiter mit rund 40 weiteren Nationalitäten, die in der näheren und weiteren Umgebung leben. Zalando zahle gut und habe sich bei der Neuansiedlung auch auf die Hilfe der Arbeitsagentur bei der Besetzung der Stellen gestützt, sagt Sahrbacher.

Insbesondere im Niedriglohnbereich biete der Versandhändler Hunderte Arbeitsplätze und schaffe so Stellen, die zuvor nicht da waren. Einen ähnlichen Erfolg in diesem Bereich erwartet die Arbeitsagentur mit der Fertigstellung des Wasserparks neben dem Europa-Park in Rust. Dieser soll bis Ende 2019 fertiggestellt sein. Der Arbeitsmarkt in der südlichen Ortenau wächst demnach immer weiter, wovon auch viele weitere Bereiche des Arbeitsmarktes profitieren.

Alt und Jung haben mehr Chancen auf Arbeit

Das zeigen die Zahlen der staatlichen Arbeitsvermittler. »Die Firmen haben deutlich weniger Auswahl an Fachkräften. Das wirkt sich positiv auf den Bereich der älteren Arbeitssuchenden aus«, berichtet Horst Sahrbacher. »Früher galt oft der Standardsatz: Ab 50 ist es nahezu unmöglich, eine neue Arbeit zu finden. Das ist vorbei. Auch Ältere haben heute deutlich bessere Chancen, wieder einzusteigen.«

Gleiches gelte auch für den Nachwuchs. Die meisten Jugendlichen, die nach einer beruflichen Zukunft suchen, finden diese zeitnah. Rund neun von zehn jungen Menschen bekommen innerhalb eines halben Jahres einen Job. Die Restlichen schlüpfen fast alle innerhalb eines Jahres in eine Anstellung und nur vereinzelt sind Jugendliche über einen längeren Zeitraum im Raum Lahr zu vermitteln.

Erfreulich ist auch der Blick auf den Ausbildungsmarkt. Während es im Gesamtbezirk voriges Jahr einen Rückgang an gemeldeten Ausbildungsstellen gab und auch die Zahl der Bewerber absackte, herrschte in Lahr eine deutlich bessere Stimmung: Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen wuchs um mehr als 13 Prozent und die Zahl der Bewerber um immerhin mehr als fünf Prozent. Damit gab es rechnerisch für jeden gemeldeten Bewerber gleich mehr als zwei Angebote für Ausbildungsplätze. Dieser positive Trend wird anhalten. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein wollen 28 Prozent der 986 befragten Unternehmen aus dem gesamten Kammerbezirk in diesem Jahr ihre eigene Belegschaft vergrößern.

Doch einige Branchen haben es schwerer als andere: Spediteure in der Ortenau suchen beispielsweise nach Berufskraftfahrern und Auszubildenden. Laut Agentur für Arbeit waren im Januar dieses Jahres insgesamt 96 Stellen in der Ortenau zu besetzen. Auch Anwärter auf einen Ausbildungsplatz haben in dieser Branche gute Chancen, da sie händeringend für das kommende Jahr gesucht werden. Simon Kaiser, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Südlicher Oberrhein meint, dass der Beruf eine »feste Größe im regionalen Ausbildungsangebot« sei. Denn die Zahl der Berufskraftfahrer-Lehrlinge sei sehr stabil und pendele jährlich seit zehn Jahren zwischen 45 und 60 Verträgen.

In der Ortenau habe es im vergangenen Jahr 49 Auszubildende gegeben, im gesamten Kammerbezirk 113. Doch der Markt um die Köpfe der Zukunft ist hart umkämpft. So riefen Lahrer Industrieunternehmen beispielsweise eine außergewöhnliche Kampagne ins Leben: »Job-Expedition« nennt sich die Info-Reihe, bei der Jugendliche in kurzer Zeit in gleich mehrere verschiedene Berufsfelder bei Industriefirmen hineinschnuppern können.

Region hat mehr als gute Arbeitsplätze zu bieten

Der Arbeitsmarkt in der Region floriert, sodass immer mehr Personal benötigt wird. In vielen Branchen sind Stellen somit unbesetzt. Die Ortenau beheimatet sowohl Kleinunternehmer als auch Großindustrielle, überwiegend finden sich aber mittelständische und familiengeführte Betriebe.

Nicht nur als Arbeitsort überzeugt der Ortenaukreis mit seiner großen Vielfalt, er punktet ebenso mit zahlreichen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten sowie einer guten Infrastruktur. Die Region sorgt so für eine hohe Lebensqualität, die auch von Urlaubern geschätzt wird.

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