Ichenheim Brandstiftung ausgeschlossen

Nach dem Brand in der ichenheimer Hauptstraße in der Nacht auf den 30. Dezember können die Bewohner nicht mehr in ihre eigenen vier Wände. Das Gebäude muss höchstwahrscheinlich sogar abgerissen werden. Foto: Archiv: Künstle

Ichenheim - Lichterloh hat das Mehrfamilienhaus in der Ichenheimer Hauptstraße in der Nacht auf den 30. Dezember gebrannt. Der Aulöser kann jedoch nicht eindeutig festgestellt werden. Der Brandsachverständige geht von einer "baulich-technischen Ursache" aus.

Einen Schockmoment gab es für die Neurieder kurz vor Jahresende: Ein Mehrfamilienhaus in der Ichenheimer Hauptstraße ist in der Nacht auf den 30. Dezember in Flammen aufgegangen. Entstanden ist letztlich ein Schaden in Höhe von rund 200 000 Euro. Verletzt wurde dabei niemand. "Glücklicherweise waren die Anwohner bereits draußen in Sicherheit, als wir eintrafen", erklärte der Kommandant der Feuerwehr Neuried, Ralf Grim, am Tag darauf.

Während in der Brandnacht die Ursache noch unklar war, konnte die Polizei am Dienstagnachmittag detailliertere Angaben zum Auslöser machen: "Der Brandsachverständige konnte Brandstiftung aussschließen. Die Ursache liegt im baulich-technischen Bereich – auch materielle Ermüdung genannt", erklärte Wolfgang Kramer, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Offenburg, auf Nachfrage der Lahrer Zeitung.

Ob undichte Stelle am Ofen Auslöser war, wird nicht ausgeschlossen

Was sich ganz genau dahinter verberge, lasse sich jedoch nicht feststellen. Auch, ob der Ofen Auslöser war, lasse sich nicht endgültig sagen. Eine undichte Stelle an diesem hatte am Nachmittag zuvor eine Rauchentwicklung verursacht und damit die Feuerwehreinsatzkräfte sowie Schornsteinfeger anrücken lassen. Gelöscht werden musste zu diesem Zeitpunkt noch nichts, die Räume im Dachgeschoss wurden lediglich ausgelüftet.

Rund 50 Einsatzkräfte waren in der Brandnacht im Dezember vor Ort und haben gegen die Flammen angekämpft. Gewonnen wurde dieser Kampf zwar, allerdings könne das Haus nun nicht mehr bewohnt werden. "Höchstwahrscheinlich muss es sogar abgerissen werden", führt der Polizeisprecher weiter aus. Die beiden Bewohner seien derzeit bei Freunden und Nachbarn untergebracht.

In der Brandnacht hatte es Grade um den Nullpunkt, was für die Feuerwehr neben der Brandbekämpfung aufgrund von überfrierendem Löschwasser auch Reinigungsarbeiten unter besonders gefährlichen Bedingungen mit sich brachte. Auf den Brandverlauf hatten die niedrigen Temperaturen laut Hauptkommandanten Grim keine Auswirkungen. Dadurch waren jedoch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen bei den Einsatzkräften gefragt.

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