Ichenheim Angekommen – aber noch unbeständig

Nach einem Drittel der Saison stehen die Bezirksliga-Aufsteiger SV Rust und SF Ichenheim auf Platz 13 (Rust) und 14. Unruhig wird man deshalb aber bei den Neulingen nicht, beide Trainer blicken optimistisch auf die nächsten Spiele.

Es war ein heißer Sonntag Anfang Juni für Rust und Ichenheim. Und das nicht nur wegen der Hitzewelle. Am letzten Spieltag schlugen die jeweils Zweiten der Kreisliga A – Rust in der Südstaffel, Ichenheim im Norden – dem damaligen Tabellenführer ein Schnippchen und stiegen auf. Heute, rund viereinhalb Monate später, sind die beiden Teams nun Tabellennachbarn in der Bezirksliga. Beide eint dabei ein Schicksal, das für Aufsteiger nicht unüblich ist. "Wir müssten drei bis vier Punkte mehr haben", sagt der Ichenheimer Christian Thau. Ähnliches sagt sein Pendant in Rust, Reiner Heitz. "Wenn man sich unsere Ergebnisse mit vielen Unentschieden anschaut, war der Start nicht optimal", findet auch er, dass seinem Team ein paar Punkte mehr gut zu Gesicht stünden.

Niveau der Liga ist hoch

Auch über die neue Liga denken beide ähnlich. "Die Bezirksliga ist sehr ausgeglichen, mit der A-Liga kann man das nicht vergleichen", sagt Heitz. Zwei oder drei der insgesamt schon fünf Ruster Unentschieden, so rechnet er, hätten allerdings nicht unbedingt sein müssen. "Die Chancen waren da, wir haben sie aber nicht genutzt", schaut er auf das erste Saisondrittel zurück, in dem seine Elf bislang elf Zähler sammelte. "Die Bezirksliga ist die richtige Liga für den SV Rust", ist er sich sicher und steckt damit direkt das Ziel für die noch kommenden zwei Saisondrittel ab. "Der Klassenerhalt steht im Vordergrund", sagt er. Den Sieg gegen Seelbach am Wochenende – es war der erste "Dreier" für Rust seit dem ersten Spieltag – bezeichnet Heitz als "Schritt nach vorne". "Jetzt wollen wir bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich holen." Ob man personell in der Winterpause noch mal nachbessern wird, lässt Heitz offen. "Gezielt suchen wir aber keinen", sagt der Ruster Coach.

Von Unentschieden kann auch Ichenheims Trainer Thau ein Lied singen, viermal trennten seine Sportfreude und der Gegner sich bereits ohne Sieger. Auch das direkte Duell der Aufsteiger endete – wie sollte es anders sein – 1:1. Grundsätzlich ist Thau aber deshalb nicht unzufrieden mit dem Saisonstart, auch wenn man zuletzt einen kleinen "Hänger" hatte. "Wir haben ein paar angeschlagene Spieler", erklärt Thau, zudem fehlte manchmal schlicht das Glück. Doch nur darauf will er es nicht schieben. "Wir sind noch zu anfällig in der Abwehr", sagt er. 26 Gegentore bestätigen das. Zwar haben die Sportfreunde auch bereits 21 Tore geschossen, allerdings habe man "die Mischung noch nicht gefunden", sagt Thau.

Pokal als Bonus für die SF

Dass man so viele Gegentore bekommen hat, sei jedoch auch der höheren Liga geschuldet. "Jeder eigene Fehler wird bestraft", sagt Thau über die neue Spielklasse, in der es für ihn keine schlechte Mannschaft gibt. "Es wäre schön, wenn wir im ersten Jahr drinbleiben würden", setzt er den Klassenerhalt als Ziel.

Zudem hofft er auf den Finaleinzug im Bezirkspokal (Halbfinale gegen Freistett am 30. Oktober um 18.30 Uhr). "Das wäre eine nette Geschichte, der Fokus liegt aber auf der Liga", sagt Thau, der im Jahr nach dem Aufstieg gleichzeitig einen Umbruch vorantreibt. Denn einige Spieler werden wohl nicht mehr allzu lange spielen, junge Akteure sollen und werden nachrücken. Auch für sie wäre der Klassenerhalt wichtig.

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