Hundeführerstaffel ermittelt Giftköder in Rust und Gengenbach ausgelegt

(red/ma)
Hundebesitzer aufgepasst: Im Ruster Gewann Stein wurden offenbar Giftköder ausgelegt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Foto: Gambarini

Zu gleich zwei Vorfällen mit Giftködern – in Rust und in Gengenbach – ist es diese Woche in der Ortenau gekommen. Die Polizeihundeführerstaffel Offenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Rust/Gengenbach - Zu gleich zwei Vorfällen mit Giftködern ist es diese Woche in der Ortenau gekommen. So war eine Hundebesitzerin am Mittwoch gegen 17 Uhr in Rust im Bereich der Baumplantage am Hochwasserdamm im Gewann Stein spazieren, als ihr Hund verdächtige Gegenstände aufnahm und in der Folge tierärztliche Hilfe benötigte. Nach der Anzeige beim Polizeiposten Rust, gelang es den Beamten, gepresste Maisköder in diesem Bereich sicherzustellen, die offenbar mit einem Gift versehen waren. Zeugen, die in diesem Bereich verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefon 07822/78 93 30 mit den Beamten des Polizeipostens Rust in Verbindung zu setzen.

Ein weiterer Spaziergänger hat am Donnerstag an einer Sporthalle in Gengenbach einen mutmaßlichen Giftköder entdeckt. Das verdächtige Wurststückchen wurde in einer Tierarztpraxis abgegeben. Ob es in diesem Zusammenhang zur Schädigung eines Tieres kam, ist unklar.

Polizeihundeführerstaffel Offenburg ermittelt

Die Polizeihundeführerstaffel Offenburg hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen. "Das Auslegen von Giftködern ist eine ernste Angelegenheit und kann hohe Strafen nach sich ziehen – auch eine Freiheitsstrafe", betont die Polizei und gibt Tipps für Hundebesitzer: So solle die Erziehung, kein Fressen unterwegs aufzunehmen, schon im Welpenalter beginnen. Herrchen und Frauchen sollten ihren Vierbeiner zudem beim Spazierengehen stets im Blick behalten. Orte, an denen Giftköder gefunden wurden, gelte es am Besten zu meiden. Typische Vergiftungssymptome sind laut Polizei Unruhe, Erbrechen, Durchfall, blasses Zahnfleisch, ungewöhnliche Pupillengröße, Blut im Urin oder Stuhl, Krämpfe, Muskelzittern, absinkende Körpertemperatur sowie Apathie oder Bewusstlosigkeit.

Hilfe rund um die Uhr bietet der Giftnotruf

"Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund Gift aufgenommen hat, nehmen Sie eine Probe des ausgelegten Köders mit. Ziehen Sie Handschuhe an", rät die Polizei weiter. "Beruhigen Sie Ihren Hund und sichern Sie ihn, dass er nicht wegläuft." Schnellstmöglich sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Falls das Tier bewusstlos ist, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege und das Maul unbedingt freigehalten werden.

Rat rund um die Uhr gibt’s bei der Notrufzentrale für Vergiftungen am Freiburger Universitätsklinikum unter Telefon 0761/1 92 40 oder 2 70 43 61.

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