Hornberger Gemeinderat Musikunterricht wird teurer

Auch zu Coronazeiten werden in der Musikschule Instrumente vorgestellt. Foto: (Archivfoto) Musikschule

Hornberg - Der Hornberger Gemeinderat hat in seiner der Neufestsetzung der Musikschulgebühren, der Anpassung der Gebührensatzung sowie der Schul- und Benutzungsordnung zugestimmt. Gemeinderat Rolf Hess (SPD) stimmte dagegen.

Die neue Gebührenkalkulation soll ab 1. September gelten. Auch wenn auf die Erhebung von kostendeckenden Gebühren verzichtet wird, ist eine Kostendeckung von 70 Prozent angestrebt so Bürgermeister Siegfried Scheffold.

Letzte Anpassung im Jahr 2017

Die Gebühren waren zuletzt zum 1. September 2017 neu festgesetzt worden. Nach wie vor gibt es zwei Tarifzonen, TZ1 für Schüler aus Hornberg, TZ2 für Schüler aus umliegenden Gemeinden. Die Unterrichtsgebühren werden unterschiedlich jeweils von acht bis 21 Prozent angehoben.Die Musikalische Grundausbildung wird in den Instrumentalunterricht integriert. Dieser wird um 20 Minuten Einzelunterricht erweitert, heißt es in der Sitzungsvorlage. So sollen auch jüngere Kinder vom Angebot profitieren.

Die Unterrichtsgebühren werden ab Eintritt in die "Bläserkids", die Jugendkapelle oder eine der Hauptkapellen um 30 Prozent ermäßigt. Auch die Rabatte für Geschwisterkinder von 20, 30 oder 45 Prozent und das Erlernen eines Zweitinstruments bleiben bestehen. Die Leihgebühr für Musikinstrumente wird erhöht, in der TZ1 um 15 und in der TZ2 um 13 Prozent.

Rabatt für Zugehörigkeit zu einer Kapelle

Eine Erhöhung um teilweise 16 oder 18 Prozent erscheine angesichts des "Coronaausfalls" viel, auch wenn es in den Gesamtkatalog passe, so Rolf Hess (SPD). Manche Familie bekomme Geschwisterermäßigung und bei der Zugehörigkeit zu einer der drei Kapellen gebe es noch einmal 30 Prozent Rabatt, entgegnete Scheffold. Rechnungsamtsleiterin Simone Mayer fügte hinzu, die Stadt koste die Vereinsförderung einschließlich der Kapellen jedes Jahr 13 .000 bis 14 .000 Euro. Scheffold verwies auf die Niveau- und Leistungssteigerung, sie sei in den vergangenen Jahren enorm gewesen.

In folgenden Bereichen haben sich die Gebühren verändert: Musik-Minis 58 Euro, Musikalische Früherziehung 29 Euro, 20 Minuten Einzelunterricht 52 Euro, 30 Minuten Einzelunterricht 78 Euro, 45 Minuten Einzelunterricht 117 Euro, 30 Minuten Gruppenunterricht mit zwei Schülern 39 Euro, 40 Minuten Gruppenunterricht mit zwei Schülern 52, Euro, 45 Minuten in der Gruppe mit drei Schülern 39 Euro und bei 60 Minuten in der Gruppe mit drei Schülern 52 Euro. Die Gebühren beziehen sich auf die Tarifzone 1. Einen Vergleich mit anderen Gemeinden muss Hornberg nicht scheuen, zeigte eine Tabelle in der Sitzungsvorlage.

Neuer Schulleiter muss Online-Konzept vorlegen

In der neuen Schul- und Benutzungsordnung steht unter anderem, dass es künftig möglich sein soll, Unterricht online zu geben. Musikschulleiter Johannes Kurz hätte dazu ein Konzept vorlegen sollen. Da dieser die Schule zum 1. Juli verlässt, wird der Nachfolger die Aufgabe übernehmen, informierte Scheffold. Wer das sein wird, ist derzeit noch nicht geklärt.

An der Musikschule Hornberg werden circa 185 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterrichtet. Die Schule ist Mitglied im Verband deutscher Musikschulen sowie im Landesverband der Musikschulen Baden-Württemberg. Wegen dieser Mitgliedschaft erhält die Schule einen Personalkostenzuschuss vom Landesverband und vom Ortenaukreis.