Hornberg Sandbühlfest ist ein Besuchermagnet

Pfarrer Christoph Nobs (links) von der katholischen Seelsorgeeinheit Hausach-Hornberg und Pfarrer Thomas Krenz von der evangelischen Kirchengemeinde Hornberg gingen gemeinsam auf die Themen Freude und Glück, Leid, Arbeit und Ruhephasen ein. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Sonne satt, gemütliche Waldfestatmosphäre und flotte Tanz- und Blasmusik: Wer am vergangenen Wochenende die genau 100 Stufen zum Festplatz des Sandbühlfests hinauf geschafft hat, konnte das ganze Paket genießen.

Hornberg-Niederwasser. Sehr gut besucht war der ökumenische Gottesdienst am Sonntagvormittag mit Pfarrer Thomas Krenz und Pfarrer Christoph Nobs. Das Fest des Musikvereins- und Trachtenka- pelle Niederwasser ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und lockte auch dieses Jahr sehr viele Besucher an.

Entsprechend zufrieden über die Resonanz waren die Organisatoren um die Vorsitzende Claudia Lauble-Plewa. Sie ist ihren Worten nach mit der Veranstaltung aufgewachsen und kann aus dem Stand heraus gar nicht sagen, wie lange es das Fest schon gibt. "Nächstes Jahr werden es wohl 50 Jahre sein", meinte die Vorsitzende auf Nachfrage des Schwabo. Anfangs sei der alte Steinbruch Veranstaltungsort gewesen. Sowohl die ausgesprochen vielfältige Auswahl an Speisen und Getränken als auch tolle musikalische Unterhaltung hat sich mittlerweile herumgesprochen und sich einen guten Namen in der ganzen Region erworben.

Das gilt auch für den ökumenischen Gottesdienst, mit dem traditionell der Sonntag beginnt. Für Pfarrer Christoph Nobs, Pfarradministrator in der Seelsorgeeinheit Hausach-Hornberg, war es eine Premiere. Gemeinsam mit Hornbergs evangelischen Pfarrer Thomas Krenz zelebrierte er einen Gottesdienst nah am Menschen. Unter dem Leitspruch "Wir sind die Melodie Gottes" nahmen sich die beiden Geistlichen der großen Themen Freude und Glück, Leid, Arbeit und Ruhephasen an.

Die Jungmusiker und weitere Orchester unterhalten die Gäste

Entschieden wurde den verkaufsoffenen Sonntagen eine Absage erteilt: Der Mensch ist mehr als nur ein Produktionsfaktor. "Wenn ein Tag wie der andere ist, sind wir mit den Sklaven in alten Zeiten vergleichbar – heute Sklaven des Kapitals", so der katholische Pfarrer. Arbeit sei kein Fluch, sondern Mitwirkung an der Kreativität Gottes, hatte der evangelische Pastor zuvor postuliert.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einer Abordnung der Trachtenkapelle Niederwasser unter der Leitung von Vize-Dirigentin Stefanie Kern. "Voll gut drauf" stand auf den T-Shirts, die sie trugen, zu lesen. Das beschrieb treffend die Stimmung des Sandbühlfests, wie Lauble-Plewa in ihren Dankesworten an die beiden Pfarrer und Musiker anmerkte.

Anschließend spielten die langjährigen Musikerfreunde aus Bargen zum Frühschoppen auf, gefolgt von dem Musikverein Harmonie Sulzbach und der Jugendkapelle Hornberg. Zum Festausklang unterhielt der Musikverein Gremmelsbach, mit dem die Musiker aus Niederwasser ebenfalls seit mehr als 60 Jahren befreundet sind.

Den ganzen Sonntagnachmittag war viel Kurzweil für den Nachwuchs geboten. Schminken, basteln und Sandkasten mit fachkundiger Betreuung standen unter anderem für die Kinder auf dem Programm.

Bereits am Samstag hat die laue Sommernacht zahlreiche Gäste zum Sandbühlfest nach Niederwasser gelockt. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert und getanzt. Den Auftakt übernahm die Musikkapelle Ehingen. Anschließend zog die Band "Shadoogies" vom Bodensee die Feiernden mit Oldie-Melodien auf die Tanzfläche.