Hornberg Reisende haben Glück im Unglück

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Ortsgruppe Hornberg-Gutach, kümmerte sich am Sonntag auf seiner Hornberger Wache um eine israelische Reisegruppe. Foto: Staiger Foto: Schwarzwälder Bote

Glück im Unglück hat eine israelische Reisegruppe gehabt, die am Sonntag in Niederwasser strandete. Während ihre Busfahrerin notärztlich versorgt wurde, kümmerten sich der DRK-Ortsverein Hornberg-Gutach um die Touristen.

 

Hornberg. Das ist gerade noch mal glimpflich ausgegangen. Wie Patrik Staiger, Pressesprecher der DRK-Ortsgruppe Hornberg-Gutach im Gespräch mit dem Schwabo berichtet, ging bei Rettungsdienstleitstelle Offenburg am Sonntag gegen 16.20 Uhr ein Notruf ein, woraufhin sich ein Rettungswagen und ein Notarzt in Richtung Niederwasser aufmachten.

Fahrerin wird notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht

Eine Frau, die zuvor mit einem Bus auf dem Parkplatz gegenüber des "Hauses der Schwarzwalduhren" an der B 33 hielt, musste aus medizinischen Gründen versorgt werden. Die Busfahrerin war mit einer Reisegruppe aus Israel von der Sommerrodelbahn in Gutach zu den Triberger Wasserfällen unterwegs. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus.

"Woran die Busfahrerin genau litt, wissen wir nicht", sagt Staiger. Kurz nach Eingang des Notrufs lief die Rettungskette weiter: Das DRK Hornberg-Gutach wurde gegen 16.30 Uhr per Melder benachrichtigt. Neun Ehrenamtliche beschlossen augenblicklich, sich um die unbeschadeten 50 Urlauber aus Israel zu kümmern. Die Reisegruppe, unter der sich viele Familien befanden, stand nämlich zunächst ohne Weiterfahrmöglichkeit in einem fremden Land ohne Ortskenntnisse da.

Touristen sind den Ehrenamtlichen sehr dankbar

"Wir haben sie dann zu unserer Wache in Hornberg gebracht", erklärt Staiger. "Dort haben wir die sanitären Anlagen und Räume, um die Gruppe zu betreuen." So wurden die Israelis vom DRK-Team unter anderem mit Essen und Getränken versorgt. Auch standen die Ehrenamtlichen den Menschen mit Rat und Tat zur Seite.

Fest steht, dass die Busfahrerin mit ihrer Reaktion Schlimmeres verhindern konnte. Den Reisenden war glücklicherweise nichts passiert. Das zuständige Busunternehmen schickte einen Ersatzbus, der die Gruppe gegen 20.15 Uhr zur Weiterfahrt abholte. "Zunächst waren die Menschen sehr unsicher", erzählt DRK-Pressesprecher Staiger. Die Kommunikation lief überwiegend über eine Reiseleiterin und jüngere Teilnehmer ab, die Englisch sprechen konnten.

"Letztlich waren uns die Menschen sehr dankbar und vor allen Dingen daran interessiert, warum wir ehrenamtlich helfen", berichtet der DRK-ler von den Gesprächen. Zwar ist auch in Israel die internationale Rotkreuz-Bewegung tätig, aber ein solches Ehrenamtssystem, bei dem sich Bürger – wie die Mitglieder des DRK Hornberg-Gutach freiwillig und unentgeltlich für ihre Mitmenschen einsetzen – ist ihnen offenbar nicht bekannt gewesen.

Für ihren beherzten und engagierten Einsatz erhielten die Mitglieder des Ortsvereins unter anderem auf ihrer Facebook-Seite viel Lob und Zuspruch.

Der DRK-Ortsverein Hornberg-Gutach informiert im Internet unter anderem auf Facebook und Instagram über seine Einsätze, Schulungen oder Aktionen.

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