Hornberg Neue Masken für Jungnarren

Marie (vorne, von links), Noah und Emmi freuen sich über die Masken, die sich die Narrenzunft mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Hornberg anschaffen konnte. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Jugendarbeit ist in der Hornberger Narrenzunft ein wesentlicher Faktor zur Vermittlung von Brauchtum. Die örtliche Bürgerstiftung hat dieses Engagement nun mit einer Spende in Höhe von 1100 Euro unterstützt.

Hornberg. Das Geld fließt in die Anschaffung von sieben Masken der Figur "Hornberger Horn" für Kinder. "Damit haben Sie uns eine riesengroße Freude gemacht", dankte Zunftmeister Uwe Faller den Sponsoren. Der Verein sei bei der Anfertigung von Masken auf finanzielle Unterstützung angewiesen. "Bei uns kauft die Zunft die Häser und stellt sie gegen Leihgebühr zur Verfügung", ergänzte Dirk Martin, Säcklemeister der Narrenzunft.

Damit obliegt sowohl deren Instandhaltung als auch der Auftritt der Zunft in der Öffentlichkeit in der Hand des Vereins, wie Faller erläuterte. Das fastnachtliche Brauchtum und damit die Tradition soll so gepflegt und erhalten werden. "Hierdurch geben wir auch der Allgemeinheit wieder etwas zurück", so der Zunftmeister.

Masken werden in Schonach geschnitzt

Bürgermeister Siegfried Scheffold, der auch Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung ist, erkundigte sich interessiert nach der Herstellungsweise der Masken. Gerne erläuterten Faller und Ralf Fuhlert, Chef der Narrenkammer, die Herangehensweise. Die Masken werden in Schonach als Rohlinge geschnitzt und erhalten von Fuhlert die individuelle Bemalung, deren Farben der örtlichen Heraldik nachempfunden sind.

Die Holzrohlinge werden vom Narrenkammerchef Fuhlert gefasst und zunächst grundiert. Erst dann erhalten sie die Farben Gold, das den Reichtum symbolisiere, Rot für das Feuer und einen dezenten Schimmer Blau als Hinweis auf die vornehme Herkunft der adeligen Vorbilder. Die herrschaftlichen Raubritter aus dem 14. Jahrhundert ließen bekanntlich ihre Knechte als Teufel verkleidet die Warenzüge der Kaufleute auf der damals stark frequentierten Handelsstraße Villingen-Straßburg überfallen.

Zum Nachlesen überreichte Faller die "Kleine Narrenfibel" der Hornberger Zunft und das "Journal Schwäbisch-Alemannischer Fastnacht".

Derzeit zählt die Hornberger Narrenzunft 70 "Teufel", davon 27 Kindermasken. Wenn die Kinder in die Schule kommen, dürfen sie die Masken tragen. "Da kann der Narrensamen ja aufgehen", scherzte Franz Kook, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung.

Die 2013 gegründete Bürgerstiftung Hornberg war seinerzeit die erste ihrer Art im Kinzig- und Gutachtal. Sie versteht sich neben den bereits bestehenden Vereinen und Organisationen, den Kirchen und der Stadt als weitere Säule zur Stärkung und Belebung der örtlichen Gemeinschaft in Hornberg mit den Stadtteilen Reichenbach und Niederwasser. Förderanträge können bei der Bürgerstiftung Hornberg eingereicht werden. Kontakt zur Bürgerstiftung Hornberg ist unter Telefon 07833/79342, im Internet unter www.hornberg.de/buergerstiftung und per E-Mail an buergerstiftung@hornberg.de möglich.

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