Hornberg "Mutiger" Anstrich für das Gebäude

Die Sanierungsarbeiten an der Wilhelm-Hausenstein-Schule nehmen an Fahrt auf. Foto: Jehle

Sanierung: Arbeiten an Wilhelm-Hausenstein-Schule gehen weiter / Gemeinderat diskutiert Fassade

Die Sanierung der Wilhelm-Hausenstein-Schule nimmt wieder Fahrt auf. Die Dachdeckerarbeiten sollen nächste Woche beginnen. Auch die Entscheidung der Farbe für den Außenanstrich ist inzwischen getroffen worden.

Hornberg. In der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Siegfried Scheffold noch über die Verzögerung der Dachdeckerarbeiten, die eigentlich während der Sommerferien anvisiert worden waren. Auf Nachfrage unserer Zeitung teile Scheffold mit, dass die gravierenden Personalprobleme der ausführenden Firma behoben seien und die Arbeiten nächste Woche beginnen können. Thema in der Sitzung war weiterhin die Farbgebung des Außenanstrichs der Schule. Falls der Stadtentwicklungsausschuss hinzugezogen werde, sollte die Entscheidung darüber auch dem Komitee überlassen werden, meinte der Bürgermeister.

"Sonst ist nochmal eine Gemeinderatssitzung notwendig, was weitere Verzögerungen bedeuten würde", so Scheffold. In der Sitzung wurden zwei Muster einer Farbpalette eigens für denkmalgeschützte Gebäude von Architekt Fritz Wöhrle präsentiert, die an der Nord-Fassade aufgebracht worden waren. "Ein Muster ist angelehnt an die ursprüngliche Farbe des Gebäudes und in der Tönung wärmer, während ich die andere Version als, sagen wir mal, mutiger bezeichnen würde", erklärte Wöhrle. Seiner Ansicht nach würde dieser Anstrich das Gebäude optisch voluminös erscheinen lassen. Mehrheitlich folgte der Rat dem Favorit des Architekten und beschloss mit acht Ja- zu drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung die beige Variante.

Gemeinderätin Sabrina Fabiano (CDU) meinte, dass der hellere Farbton zeitgemäßer und moderner sei. "Wir können doch zeigen, dass hier eine Schule ist", fand Fabiano eine stattliche Optik nicht abträglich. Beide Farben würden sich für den Anstrich eignen, konnte Scheffold allen zwei Varianten etwas abgewinnen: "Es ist eine Geschmacksfrage, aber aus Sicht der Schulkinder passt die wärmere Version vermutlich besser." Der Außenanstrich ist nur für die verputzten Bereiche des Gebäudes vorgesehen. Der Natur-Sandstein der denkmalgeschützten Schule wird belassen, wie der Bürgermeister feststellte.

Für die Klassenzimmer der Hornberger Wilhelm-Hausenstein-Schule werden vorerst keine mobilen Luftfilteranlagen angeschafft. Die Entscheidung dagegen fiel nicht aus finanziellen Gründen, wie von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderats betont wurde. Dieser Beschluss wurde nach einer ausführlicher Diskussion über Vor- und Nachteile einer Anschaffung sowie intensiven Austauschs mit der Schulleitung getroffen, hieß es. Mit ausschlaggebend war schlussendlich das bereits vorhandene gut ausgearbeitete Lüftungskonzept der Schule sowie dessen Unterstützung mit sogenannten CO2-Sensoren, die seit Beginn dieses Schuljahres zum Einsatz kommen, erklärte die Hornberger Stadtverwaltung.

  • Bewertung
    0