Hornberg Hackschnitzel-Anlage für Stadthalle

Parallel zur Hornberger Stadthallensanierung wird eine Heizzentrale erstellt. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde der Rat von dem aktuellen Planungsstand und dem vorläufigen Zeitplan der Ausschreibung unterrichtet.

Hornberg. Die Holzhackschnitzelanlage soll neben der Stadthalle auch unter anderem das Stadtmuseum und Pilzzentrum in der Werderstraße sowie den evangelischen Kindergarten und das Stadthallenverwaltergebäude versorgen.

Laut Bürgermeister Siegfried Scheffold bewegen sich die Investitionskosten zwischen 600 000 Euro netto und 700 000 Euro netto. Die Investition werde auf die beteiligten Gebäude verteilt, was in der Regel im Rahmen der Stadtsanierung nach dem jeweiligen Wärmebedarf pro Gebäude erfolgt.

Gasbrenner sorgt für Dauerbetrieb auch bei Großveranstaltungen

"Die Anlage ist so ausgelegt, dass die Grundlast aller beteiligten Gebäude gewährleistet ist", erläuterte Scheffold. Weiterhin wird ein Gasbrenner Bestandteil der Heizzentrale sein, der unterbrechungsfreien Dauerbetrieb gewährleistet, falls die Anlage unerwartet ausfällt oder ein Spitzenbedarf wie etwa bei Großveranstaltungen auftritt.

Der Baubeginn hängt laut dem Bürgermeister von der weiteren Entwicklung der aktuellen Coronasituation ab. Bis dato sei auch noch nicht klar, ob eine Fasnet stattfinden werde. Eine Anfrage bei den Vereinen habe ergeben, dass sie sich eine Entscheidung bis Ende November offen halten wollen.

"Wir schreiben relativ frühzeitig aus, damit Ende November die Ergebnisse vorliegen und im Dezember die Vergabe erfolgen kann" sagte Scheffold. Im Leistungsverzeichnis müsse eine Ablaufplanung vorgegeben werden, die derzeit einen Baubeginn nach der Fasnet vorsieht.

Falls diese ausfalle, kann laut Scheffold ein früherer Beginn mit den Rückbaufirmen abgesprochen werden. "Wir schreiben alle Gewerke beschränkt aus", verwies er auf die städtische Homepage. Ab 27. Oktober erfolge der Versand der Ausschreibung.

Laut Scheffold ist geplant, dass neunzig Prozent der anstehenden Vergaben in der Dezembersitzung vonstatten gehen sollen. Der Bauantrag der Heizzentrale werde von Architekt Fritz Wöhrle erarbeitet, der auch die Kostenfortschreibung vorlege. Wöhrle erläuterte in der Sitzung den aktuellen Planungsstand. Die Heizzentrale soll an die DRK-Garagenwand angeschlossen werden mit einer Länge von 17,5 Meter und einer Tiefe von 7,5 Meter. "Neu hinzu kommt ein Notausgang", informierte Wöhrle. Derzeit fänden Gespräche mit Haustechniker statt, um eine optimale Lösung zu finden. Weiterhin erläuterte er dem Gremium unter anderem, wie die Befeuerung durchgeführt wird und die Auffüllung mit Hackschnitzel erfolgt.

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