Hornberg Gemeinderat zieht hellen Ton vor

Architekt Jochem Fritsch hat im Foyer der Hornberger Stadthalle verschiedene Möglichkeiten erläutert.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Dachdeckung der Hornberger Stadthalle soll noch in diesem Monat beginnen. Neben Infos über den Sanierungsstand beriet der Gemeinderat bei einem Ortstermin unter anderem auch über die Farbanstriche der Holzelemente.

Hornberg. Zwei Farbmuster an der Außenwand waren zu begutachten, die Architekt Werner Schmid dem Gremium erläuterte. "Bei dem helleren Farbton kommt die Holzstruktur eher raus, doch er wird im Gegensatz zu der dunkleren Nuance noch nachgrauen", erklärte Schmid. Die Arbeitsgänge sind laut dem Architekten bei beiden Ausführungen gleich: die Fassade werde gereinigt, geschliffen und zwei Mal geölt.

Erkennbare Struktur wirkt lebendiger

Während die Verwaltung eher die dunklere Variante favorisierte, gab der Rat dem helleren Grundton den Vorzug. "Es ist heller und freundlicher auf der riesigen Fläche" meinte Gemeinderat Jörg Fehrenbacher (FW). Auch Fraktionskollege Fritz Wöhrle sprach sich dafür aus, weil es natürlicher sei und durch die erkennbare Struktur lebendiger "rüberkommt". Die große Mehrzahl der Räte schloss sich dieser Meinung an.

Architekt Jochem Fritsch empfahl, den Farbton der Außenwand auch im Inneren der Stadthalle aufzugreifen. Die Muster des Glases für den geplanten Anbau, das die Architekten präsentierten, sind ebenfalls der Idee der Einheitlichkeit nachempfunden und desgleichen die künftige Dachdeckung. "Sowohl innen wie außen soll sich die Farbgebung der Holzelemente am Bestand orientieren", stellte Bürgermeister Siegfried Scheffold beim Rundgang im Inneren der Stadthalle fest. Einig war sich das Gremium darüber, dass die tragenden Konstruktionen einen "Tick" dunkler als die Fläche gestrichen werden sollten, um eine bessere Optik zu erzielen.

Im Foyer werden noch einige Farbmuster erprobt, denn die aktuelle Farbgebung fand generell keine Zustimmung. Gemeinderat Gottfried Bühler (CDU) meinte, es gebe auch die Möglichkeit, die Oberflächen mit Sandstrahler aufzubereiten. Das sei allerdings auch eine Kostenfrage, merkte Fritz Wöhrle an, der ansonsten der Idee zustimmte. Zunächst wird jedoch noch einmal eine dunklere Lasur versucht und das Ergebnis dann begutachtet.

Beim Baustellenbesuch ging es auch in das Untergeschoss und die Architekten informierten über den aktuellen Stand der Arbeiten. Insgesamt sei man noch beim Rückbau der Elektrik und der Lüftungskanäle, die Arbeiten seien im Plan antwortete Schmid auf die Nachfrage des Bürgermeisters.

Nach dem Trockenbauer würden die neuen Leitungen verlegt. Die Ausschreibung der Putzarbeiten ist laut Scheffold in Arbeit , sie werden in der kommenden Gemeinderatssitzung vergeben.

Heute, am 30. März, soll der Startschuss für die Dachdeckung fallen. Begonnen wird laut Architekt Werner Schmid an der Nordseite, es folgt die Ostseite. Ende April soll die Stahlkonstruktion für die Bühne kommen und Anfang Mai die Lüftungsanlage.

  • Bewertung
    0