Hornberg Der Prüfer kommt unangemeldet

Für die Plakette mit dem "I" musste die Hornberger Tourist-Info viele Kriterien erfüllen. Foto: Kornfeld Foto: Schwarzwälder Bote

Die Hornberger Tourist-Info ist erneut offiziell mit der i-Marke des Deutschen Tourismusverband (DTV) ausgezeichnet worden (wir berichteten). Die Leiterin Beate Brohammer hat dem Schwabo Auskunft über die zu erfüllenden Kriterien gegeben.

Hornberg. "Es gibt 14 Mindestkriterien, die zu erfüllen sind. Ein Kriterium ist beispielsweise eine Öffnungszeit von mindestens 25 Stunden in der Woche. Auch samstags muss die Tourist-Info geöffnet sein", informiert Beate Brohammer. Außerdem muss die Tourist-Info gut ausgeschildert sein – in Hornberg ist das der Fall, so beispielsweise am Ortseingang aus Richtung Gutach, am Radweg oder am Wohnmobilstellplatz. Der regelmäßige Besuch von Fortbildung der Angestellten muss dokumentiert werden.

Diese und andere Kriterien werden vorab mit einem Bogen abgefragt, der mit der Bewerbung einzureichen ist. Die Hornberger Tourist-Info hat sich bereits im Sommer beworben, denn es war klar, dass das Siegel im November auslaufen würde.

Im Anschluss an die Bewerbung kam unangekündigt ein Prüfer, der die Tourist-Info begutachtete. "Dieses Mal hat es mich erwischt. Bei den vorhergehenden Prüfungen waren es jeweils die beiden anderen Kolleginnen", berichtet Brohammer. "Die beiden anderen hätten ihn wiedererkannt", ist sie sicher. Bei dem Besuch wurden 40 weitere Kriterien beurteilt. Diese betrafen beispielsweise die Ausstattung und das Erscheinungsbild der Räume sowie das Leistungsangebot.

Als Plus beim Leistungsangebot konnte die Hornberger Tourist-Info beispielsweise den Verleih von E-Bikes verbuchen oder auch die Möglichkeit für Übernachtungsgäste mit Angelschein, eine Angeltageskarte zu erwerben. Sie habe schnell bemerkt, dass es der Prüfer sei, so Brohammer, da er viele gezielte Fragen gestellt habe. Nach der "Inspektion" habe der Prüfer die Tourist-Info verlassen, sei dann zurückgekehrt und habe sich zu erkennen gegeben.

Die Spielecke und die Sitzecke seien wegen der Coronabestimmungen abgebaut gewesen, sie sind in dem Kriterienkatalog jedoch aufgeführt. Der Prüfer habe das natürlich akzeptiert. Er begrüßte, dass Mundschutz, Plexiglasabtrennungen und Desinfektionsmittel vorhanden waren.

Im abschließenden Gespräch gab es Verbesserungsvorschläge. Vor allem auf das fehlende öffentliche W-Lan wies der Prüfer hin.

Außer Hornberg tragen in der Umgebung nur Schramberg, Freudenstadt und Villingen das Siegel, so Brohammer. Als Grund sieht sie die vielen zu erfüllenden Kriterien.

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