Hornberg Das Engagement ist ungebrochen

Das Engagement des Trevi-Clubs ist ungebrochen. Die Mitglieder planen eine neue Aktion, um für die Opfer zweier Erdbeben in Mittelitalien Spenden zu sammeln. Deshalb laden die Hornberger auf Samstag, 6. Oktober, zu einem Drei-Gänge-Menü ein.

 

Hornberg. Bei einem Treffen im Gasthaus Tannhäuser blickte der Club um Franco Giardini auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Nachdem ein schweres Erdbeben 2016 die Region um die italienische Gemeinde Amatrice in Schutt und Asche gelegt hatte, gründete Giardini gemeinsam mit den Hornbergern Thomas Schwertel, Josef Frey und Hans Brohammer den Trevi-Club, um die Erdbebenopfer mit Spendengeldern zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft der Ortenauer, die an den Aktionen des Trevi-Clubs teilnahmen oder spendeten, war groß: Mit insgesamt 26 000 Euro unterstützten die Hornberger Menschen in der Region – und erlebten bei einem Besuch vor Ort selbst ein Erdbeben (wir berichteten).

Als nächste Aktion plant der Trevi-Club ein Abendessen mit Musik im katholischen Gemeindezentrum. Dort möchten sie am Samstag, 6. Oktober, ein italenisches Drei-Gänge-Menü anbieten. Bisher liegen schon Anmeldungen vor, berichtete Giardini, der genaue Preis stehe jedoch noch nicht fest. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch bei uns Menschen gibt, die Hilfe brauchen", sagte er. Deshalb wird ein Teil des Erlöses auch an eine Kinderkrebshilfe gespendet. In Italien sollen diesmal Menschen im Ort Castelluccio di Norcia unterstützt werden.

Ute Stehle, die Witwe des verstorbenen Alt-Bürgermeisters und Mitbegründers der Erdbebenhilfe Schwertel, teilte beim Treffen mit, dass sie insgesamt 2400 Euro an Kondolenzspenden zur Unterstützung der Erdbebenopfer überweisen werde.

Giardini berichtete zudem von der Initiative einer Oberwolfacherin, die nach einem Pressebericht spontan 100 Euro für den jungen Italiener Americo spendete, damit dieser sich ein neues Akkordeon leisten kann. Der Junge spielte beim Besuch des Trevi-Clubs in Mittelitalien für die Hornberger auf einem alten Instrument. Die Oberwolfacherin möchte nun weiter Spenden sammeln.

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