Hornberg Botschaft ist nach wie vor aktuell

Ein Klassiker ist in die Saison gestartet: Das "Hornberger Schießen" ist wieder zurück im Storenwald. Das Volksschauspiel verliert auch im 65. Jahr seiner Aufführung nichts an Aktualität.

Hornberg. Eins ist klar: Die Schauspieler begeisterten beim Saisonstart wieder ihr Publikum. Das Ensemble unter Leitung von Thomas Weisser machte mit den Zuschauern eine Reise in das Jahr 1564, als der Empfang des Herzogs von Württemberg nicht so gelang, wie erhofft. Anstelle von Salutschüssen begrüßten die Hornberger ihn Herzog mit "Piff-Paff"-Rufen.

Nachtwächter Lauble gab dreimal falschen Alarm, sodass das Kanonendonnern dreimal die Falschen empfing. Als der Herzog tatsächlich auftaucht, ist die Pulverkiste leer, sodass der Bürgermeister kurzerhand improvisiert – auf sein lautes "Piff" antworten die Hornberger schlichtweg mit "Paff".

Auch wenn die Handlung vielen bekannt sein mag, greift das "Hornberger Schießen" nach wie vor Themen auf, die auch in der heutigen Zeit aktuell sind: Da ist der Generationenkonflikt, aufgegriffen vom Ratsschreiber, der mit der Partnerwahl seiner Tochter Annemarie mal so gar nicht einverstanden ist.

Hinzu kommt natürlich die Bedeutung des Sprichworts "Es geht aus wie das Hornberger Schießen", das immer dann gesprochen wird, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, aber schließlich "floppt". Letztlich taucht aber vor allem der Wunsch der Menschen nach Frieden als Motiv auf. Immer wieder erwähnen die Akteure, dass der Krieg herrscht und sie auf den Frieden warten. Dieser kommt letztlich zweimal: In Person des Herzogs, der nach Ende des Kriegs Hornberg besucht, und mit dem Ende des Konflikts zwischen Nachtwächter Lauble und dem Ratsschreiber.

Die Aufführungen des "Hornberger Schießens" sind am: Samstag, 3. August, ab 20 Uhr; Sonntag, 11. August, ab 16 Uhr; Sonntag, 18. August, ab 16 Uhr; Samstag, 24. August, ab 18 Uhr. Das Familienstück "Heidi" wird aufgeführt am: Samstag, 20. Juli, ab 18 Uhr; Freitag, 26. Juli, ab 20 Uhr; Samstag, 27. Juli, ab 16 Uhr. Die Aufführungen am 10., 13. und 17. Juli sind ausverkauft, heißt es auf der Internetseite der Freilichtbühne. Weiter schreiben die Veranstalter: "Erfahrungsgemäß sind an jedem Spieltermin Besucher verhindert und können ihre Reservierung nicht wahrnehmen. Reservierungen, die bis eine halbe Stunde vor Spielbeginn nicht an der Theaterkasse abgeholt worden sind, werden dann wieder in den Verkauf gegeben." Das Abendstück "Robin Hood" feiert am Freitag, 2. August, ab 20 Uhr Premiere.