Hohberg Hohbergs Zweite feiert den Aufstieg

Ein erfolgreiches Wochenende erlebten die Männerteams der TTSF Hohberg. Während die Erste Odenheim deutlich bezwingen konnte, stieg die Zweite mit einem Remis ebenfalls in die Badenliga auf. Derweil wurde Michael Feißt verabschiedet.

Das am Sonntag stattgefundene Ligaspiel der ersten Mannschaft der TTSF Hohberg gegen TTC 95 Odenheim in der Badenliga stand dieses Mal ganz im Zeichen des Abschieds der Hohberger "Tischtennislegende" Michael Feißt aus der ersten Mannschaft. Vor dem Spiel ließ der 2. Vorstand, Thomas Huck, die sportliche Laufbahn des zweifach Familienvaters noch einmal Revue passieren. "Michael führte die erste Mannschaft der Hohberger nach fünfmaligem Aufstieg von der Bezirksklasse in die Oberliga. Nur dadurch wurde es später möglich, andere Spitzenspieler wie Bruno Lehmann und Achim Stoll überhaupt in die Ortenau zurück zu holen." Mannschaftsführer Jonas Degen ergänzte treffend, dass auch er und seine Mannschaftskameraden wohl heute nicht hier stehen würden, wenn nicht Spieler wie Michael Feißt Ihnen den Weg bereitet hätten.

Feißt selber dankte seinen Sportkameraden: "Nun wird es auch für mich Zeit, in die zweite oder dritte Reihe zurückzutreten", zeigt sich der inzwischen 54-Jährige mit sich im Reinen, "auch meine Mission ist erfüllt."

Zum Spiel selbst: Mit einem guten Start in den Doppeln konnten sich die Hohberger hier mit einem 2:1 belohnen. Lediglich Gühr/Schaufler mussten sich dem Spitzendoppel, mit dem ehemaligen TTSF-Spieler Michael Pfeiffer/Back knapp mit 2:3 geschlagen geben. Mit schweren Anfangsspielen und viel Kampfgeist konnte man jedoch nach zunächst zwei Niederlagen von Bußhardt und Neumaier ein Zwischenergebnis von 6:3 aus den Spielen holen. Hier zu erwähnen ist abermals Michael Feißt, der nach 0:2 Rückstand seinen wohlverdienten Sieg von 3:2 einfahren konnte. Nun konnte man doch noch zwei wichtige Siege durch Bußhardt und Neumaier gegen die am heutigen Tage noch ungeschlagenen Pfeiffer und Back erkämpfen. Damit konnte Marcel Neumaier, der gegen Back mit 3:1 gewinnen konnte, schon vorzeitig feiern, denn er übersprang nun als vierter TTSF- Spieler die 2000 TTR-Punkte Marke. Im letzten Einzel an diesem Tag gab sich Tom Schaufler keine Blöße und siegte mit 3:0. Somit war mit dem hohen 9:3-Sieg die kleine Sensation gegen den Vizemeister perfekt. Und auch die zweite Mannschaft der Hohberger hat ihre Mission erfüllt: Durch ein mühevolles Unentschieden beim Fünften TTC Furtwangen konnte die Hohberger Reserve den letzten noch notwendigen Punkt zur vorzeitigen Meisterschaft in der Verbandsliga Südbaden einfahren. Damit ist der Weg in die Badenliga geebnet, in der es in der nächsten Saison dann zu einem Duell mit der ersten Mannschaft kommen wird.

Marco Spitz verwandelt den Matchball

Nachdem Marco Spitz gegen Martin Kirner nach fast einer Stunde den Matchball verwandelte und dadurch den achten Punkt für das TTSF- Team einfahren konnte, war die Befreiung in der Mannschaft merklich spürbar. Lediglich die Paarung Li/Stoll konnte ihrer Favoritenrolle in den Doppeln gerecht werden. Im vorderen Paarkreuz bissen sich die TTSF-Spitzenspieler Li Shi Dong und Achim Stoll an Jochen Burt die Zähne aus. Burt war der Spieler des Abends und blieb sowohl in den Einzeln als auch in den Doppeln unbesiegt. Gegen seinen jüngeren Bruder Stefan Burt konnte sich das Hohberger Spitzenpaarkreuz Li und Stoll revanchieren, indem sie wichtige Siege erspielten. Das mittlere Paarkreuz mit Spitz und Feißt gehört wohl zu dem Besten, was die Liga zu bieten hat. Altmeister Feißt zeigte seinem Lieblingsgegner Kirner deutlich die Grenzen auf, während Abiturient Spitz beide Einzel nach großem Kampf jeweils im Entscheidungssatz für sich entscheiden konnte. In nervlicher Hinsicht zeigte er sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert und blieb als einziger Akteur im TTSF-Trikot in seinen Einzeln ungeschlagen. Im hinteren Paarkreuz war sowohl in spielerischer als auch in optischer Hinsicht von einem Übergewicht für Hohberg auszugehen. Allerdings mussten sowohl Luca Holub als auch Thomas Huck der Nummer 6 der Gastgeber, Steven Kaltenbrunner, zum Sieg gratulieren. Dafür konnten beide TTSF-Akteure Kevin Walter in Schach halten.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die drei Hohberger Urgesteine Feißt, Huck und Stoll binnen vier Jahren die dritte Meisterschaft errangen und nach der ersten Mannschaft nun auch die zweite Mannschaft von der Landesliga über die Verbandsliga in die Badenliga führten.

  • Bewertung
    0