Hohberg Hohberg überholt Konkurrenten

Jeromy Löffler konnte gegen den favorisierten Polen Krzysztof Malcherek mehrere Matchbälle abwehren und gewinnen. Foto: Arnold

Die Begegnung der TTSF Hohberg gegen den SVNiklashausen stand lange auf Messers Schneide. In einem nervenaufreibenden Schlussdoppel holten sich die Ortenauer denAuswärtserfolg.

 

(red) - SV Niklashausen – TTSF Hohberg 7:9. Nach knapp dreistündiger Fahrt betraten die TTSF zwei Stunden vor Spielbeginn in der Badenliga die Pfeiferhalle im hintersten Winkel Baden-Württembergs. Das lange Warmspielen machte sich gleich bezahlt, da man aufgrund von Siegen in den Doppeln durch Andreas Bußhardt und Jeromy Löffler sowie Tom Schaufler und Felix Gühr mit 2:1 in Front gehen konnte. Lediglich das Doppel zwei um Marcel Neumaier mit Partner Jonas Degen musste sich - wie in allen anderen bisherigen Doppeln der Saison - mal wieder geschlagen geben.

In den Einzeln schafften es Bußhardt und Löffler den Vorsprung zu vergrößern. Hierbei gewann Löffler nach starker Aufholjagd und Abwehr von mehreren Matchbällen gegen den deutlich höher eingestuften Krzysztof Malcherek. Auch Bußhardt konnte seinen polnischen Gegner Bereziuk knapp im fünften Satz besiegen. Unüberhörbar war wie immer sein Jubelschrei.

In der Mitte mussten Tom Schaufler und Marcel Neumaier ihren Gegnern zum Sieg gratulieren, denn Tom, der etwas überraschend deutlich verlor, aber auch Marcel, der im Entscheidungssatz unterlag, verpassten es, weitere Siege beizusteuern.

Auch im hinteren Paarkreuz sah es anfangs schlecht aus, denn Jonas Degen, der bis dato nach seinem Comeback noch sieglos war, was sich an diesem Abend aber noch ändern sollte, konnte seinem Namensvetter Miguel Degen nicht das Wasser reichen. Glücklicherweise konnte dann Felix wieder einen Punkt beisteuern, nachdem er gewohnt souverän auftrat und seinen Gegner Anderlik 3:0 besiegte.

Im vorderen Paarkreuz konnte dieses Mal das Spitzenduo Malcherek und Bereziuk die Punkte einfahren, denn weder Bußhardt noch Löffler fanden die richtige Taktik gegen das schnelle Offensivspiel der Niklashäuser. Mit einer Bilanz von 2:2 im vorderen Paarkreuz machte man aber trotzdem einen großen Strich durch die Rechnung der Gastgeber.

Gegner sorgt für Extra-Motivation

Diese hatten noch vor der Partie vorne ein 4:0 angekündigt. Im mittleren Paarkreuz lief es nun besser für die TTSF. Neumaier konnte im fünften Satz gegen Szlubowski gewinnen, nachdem er vier Matchbälle abwehrte. Somit lautete der zwischenzeitliche Spielstand 6:6 und spätestens dann war jedem klar, dass eine sehr heiße Schlussphase folgen würde.

Schaufler war es dann, der nach einem 3:1-Sieg gegen den mit der Rückhand unangenehm spielenden Dworakowski die bessere Ausgangslage für die Gäste herstellen konnte. Doch nach einem spannenden Spiel verlor Gühr etwas unerwartet gegen Miguel Degen in fünf Sätzen. Die letzte Hoffnung ruhte also auf Jonas Degen, der doch tatsächlich die knapp 70 Zuschauer zum Staunen brachte, als er seinen dritten Matchball zu seinem ersten Saisonsieg verwandelte. So recht glauben konnte er es wahrscheinlich selbst nicht. Ein Unentschieden war dadurch schon sicher.

Es kam also zum Schlussdoppel zwischen Bereziuk/Malcherek und Bußhardt/Löffler. Auf Hohberger Seite hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, schon gar nicht den Präsidenten Rainer Rudolf. Im vierten Satz gelang dann der entscheidende Punktgewinn zum 9:7-Auswärtssieg. Die Freude war groß und vor allem Rudolf war sichtlich erleichtert: "Meine Nerven hätten das bestimmt nicht mehr lange mitgemacht."

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