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Hofstetten Sinkt der Wasserpreis?

Die Sitzung des Hofstetter Gemeinderats hat mit einem Gedenken an Altbürgermeister und Ehrenbürger Franz-Josef Krämer begonnen. Bürgermeister Henry Heller erinnerte an den Verstorbenen.

 

Hofstetten. Krämer war von 1957 an Gemeinderat und von 1970 bis 1994 Bürgermeister von Hofstetten. Anlässlich seiner Verabschiedung war er zum Ehrenbürger der Gemeinde Hofstetten ernannt worden. "Hofstetten verliert eine herausragende Persönlichkeit, die unsere Gemeinde in seiner 24-jährigen Amtszeit geprägt und in eine gute Zukunft geführt hat. Durch sein erfolgreiches Wirken als Bürgermeister sind seine Spuren in unserem Dorf allgegenwärtig. Auch die Namensgebung unserer Schule zur ›Franz-Josef-Krämer Schule‹ zeugt von der außerordentlichen Dankbarkeit der Gemeinde", verlas Heller.

Das Vereinsleben sei eines der großen Anliegen des Verstorbenen gewesen, als großzügiger Gönner und Förderer habe er es unterstützt. "Durch sein persönliches Engagement, Fleiß und politischen Weitblick hat er sich weit über die Gemeindegrenzen hinaus Ansehen und Anerkennung erworben. Er war in seiner Dienstzeit ein großer Wegbereiter für das Hofstetten von heute, den wir niemals vergessen werden", endete Heller.

Der Übergang zur Tagesordnung fiel nicht leicht, die Haushaltszahlen des vergangenen Jahres wurden vorgestellt. Größere Abweichungen gegenüber den Ansätzen ergaben sich auf der Einnahmenseite sowie auf der Ausgabenseite, womit am Ende eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 345 740 Euro (geplant 126 855 Euro) verbucht wurde. Grund dafür waren große Baumaßnahmen wie die Sanierung des Gemeindehallendachs, die Verlegung der Bushaltestelle und die Löschwasserversorgung für den Gewerbepark, die für 2016 geplant waren, aber erst 2017 umgesetzt wurden. Auf die geplante Kreditaufnahme konnte verzichtet werden, den Rücklagen wurden 16 712 Euro zugeführt. Damit stiegen die Rücklagen der Gemeinde auf 715 280 Euro. Der Gesamthaushalt 2016 belief sich im Verwaltungshaushalt auf rund 4,06 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt auf 353 750 Euro. Die Stiftung "Seniorenzentrum Eugen Klaussner" schloss mit einem Verwaltungshaushalt von 6 493 Euro und einem Vermögenshaushalt von 3390 Euro. "Insgesamt ist es ein gutes Ergebnis", fasste Kämmerer Markus Neumaier zusammen. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung hat mit einem Jahresgewinn von 17 102 Euro abgeschlossen, der auf das nächste Jahr vorgetragen wird. "Die Gewinne aus den Jahren 2015 und 2016 werden bei der anstehenden Neukalkulation des Wasserpreises berücksichtigt. Voraussichtlich sinken die Gebühren", sagte Neumaier.

Zwei Bauanträgen stimmte der Gemeinderat ohne Einwände zu. Damit wird der alte Kornspeicher beim Schmalzenhof zunächst weggebaut und ein Neubau mit Vesperstube, Brennerei und Backstube sowie einer Ferienwohnung im Dachgeschoss erstellt. Außerdem wird der Kornspeicher im Erdgeschoss wieder integriert. Außerdem wurde dem Neubau des Gasthauses Biereck zugestimmt.

Auf Anregung von Gemeinderat Arnold Allgaier (FW) wird sich die Verwaltung in Sachen Schülerbeförderung noch einmal mit dem Landratsamt in Verbindung setzen. Die Kapazität des morgendlichen Schülerbusses sah Allgaier an der Grenze, perspektivisch müsste etwas getan werden.

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