Hofstetten Singen für den guten Zweck

Der Zeller Chor "Joy & Fun Chorus" um Dirigent Wolfram Dreher sang zugunsten eines Sozial-Projektes an der Hofstetter Schule und begeisterte sein Publikum in der gut besuchten Kirche. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Gesang zum Lob Gottes und zur Unterstützung eines Präventionsprojekts gegen sexuelle Gewalt an der Franz-Josef-Krämer-Schule: Die Hofstetter St.-Erhard-Kirche ist zum Benefizkonzert des Zeller "Joy & Fun Chorus" gut besucht gewesen.

 

Hofstetten. Durch das eineinhalbstündige Programm führten am Sonntagabend verschiedene Moderatoren und gleich zu Beginn wurde der soziale Aspekt des Konzertes hervorgehoben. "Wir sind froh, dass wir auf den Vorschlag von Angelika Spitzmüller und dem Gemeindeteam hin das tolle Projekt für die Viertklässler unterstützen können", wurde betont.

Hofstettens Schulleiter Gunther Merz sprach von einem besonderen Moment. "Für die Schule hat es noch nie ein Benefizkonzert gegeben." Benefiz bedeute Wohltätigkeit und so werde das Konzert zum Wohle der Kinder beitragen.

"Nein" sagen, wo es nötig ist

Bei dem Projekt gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder gehe es in Zusammenarbeit mit dem Offenburger Verein "Aufschrei" in erster Linie darum, die Kinder zu starken Kindern zu erziehen. Dabei sollen sie lernen, im rechten Moment "Ja" und wo nötig "Nein" zu sagen.

"Unsere Kinder sollen selbstbewusst und seelisch gesund aufwachsen, das wollen wir als Schule ermöglichen", betonte Merz. Das anschließende Konzert bestand aus zwei Teilen; zum einen wurden geistliche Kirchen- und zum anderen weltliche Unterhaltungslieder gesungen.

Was gleich bei den ersten Liedern auffiel, war die unglaubliche Sprachvielfalt des Chores. Vom lateinischen "Alta trinita beata" über das deutsche "Hebe deine Augen auf" und das englische "The Eyes of all" bis hin zum russischen "Bogorodize devo" reichte das Repertoire. Auf hohem Niveau gesungen, zog der Chor das Publikum in seinen Bann. Immer wieder gab es viel Beifall in der Kirche.

Dass geistliche Musik durchaus schwungvoll sein kann, wurde mit drei amerikanischen Liedern und Sopranistin Amelie Dreher eindrucksvoll bewiesen. In der Sprachenvielfalt Afrikas wurde musikalisch der Urwald mit Affengeschrei, Vogelpfeifen und einem Sommergewitter universal verständlich heraufbeschworen, bei den afrikanischen Liedern durfte neben fremd klingendem "Ukuthula" und "Laduma" das bekannte "The Lion sleeps tonight" nicht fehlen. Und immer wieder wurde Gott in einer eindrucksvollen Demonstration guten Chorgesangs gepriesen.

Publikum bekommt drei Zugaben

Bei den weltlichen Liedern vom rosaroten Panther, dem Rentnerleben der Beatles oder dem sehr bekannten, durch die Solisten Amelie und Thomas Dreher glänzenden "Oh happy Day" wurde der Chor von Inessa Schwidder am Klavier begleitet. Der letzte Ton verklang im Beifall-Sturm des Publikums, im Gesamten wurden drei Zugaben gesungen: Mal mit, mal ohne Publikumsbegleitung.

Am Ende des Benefizkonzerts zugunsten des Präventionsprojekts an der Hofstetter Franz-Josef-Krämer-Schule übergaben Marion Ruf und Monika Häringer eine Spende in Höhe von 250 Euro. "Wir vom Förderverein des Hof­stetter Kindergarten Sterntaler finden es ganz toll, dass bisher an der Schule das Projekt gegen sexuelle Gewalt in Zusammenarbeit mit ›Aufschrei‹ angeboten wurde", erklärte Ruf dem überraschten Schulleiter. Damit auch künftige Viertklässler daran teilnehmen könnten, sei dem Förderverein die finanzielle Unterstützung wichtig. Die Spendenübergabe durch den Zeller Chor wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

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