Hofstetten Rat diskutiert Straße in den Ullerst

Die Straße in den Ullerst wird in Richtung der Wiese verbreitert. Bisher wird der Schotterstreifen als Ausweichfläche im Begegnungsverkehr genutzt. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Straße in den Hofstetter Ullerst wird zum Teil um 1,30 Meter verbreitert, weil Leitungen für die Wasserversorgung und den Breitbandausbau verlegt werden müssen. Auf der Breitebene muss die Straße saniert werden.

 

Hofstetten. Dabei geht um ein Teilstück mit einer Länge von 350 Metern in Richtung "Rosers Häldele". Jürgen Kentischer stellte dem Gemeinderat die Zahlen vor.

Beim Flohmarktcafé Kaiser ist die Straße bereits verbreitert worden, um die Verkehrssituation dort zu entschärfen. Jetzt soll sie vom Neubaugebiet "Am Schneitbach" bis zum Anwesen Kaiser ebenfalls verbreitert werden. Bisher wird der Schotterstreifen als Ausweichfläche im Begegnungsverkehr genutzt.

Die Wasserleitung bis zum Anwesen Schnaitter werde erneuert, um auch dahinter liegende Anwesen besser zu versorgen. "Die alte Wasserleitung liegt in vier Metern Tiefe und ist anfällig", erklärte Bürgermeister Henry Heller die Notwendigkeit.

Leerrohre für Breitbandausbau werden mit verlegt

Gleichzeitig würden Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Jürgen Kentischer stellte dem Gemeinderat verschiedene Varianten vor. "Der vollständige Unterbau muss in jedem Fall hergestellt werden", betonte er. Die Kosten für die Erdarbeiten für das Breitbandkabel belaufen sich auf etwa 35 600 Euro, die Kosten für die Erdarbeiten der Wasserleitungs-Verlegung auf etwa 38 000 Euro und die Kosten für den Leitungsbau auf weitere 54 250 Euro. Der Rat sprach sich am Ende für eine Schwarzdecke als Oberflächenbelag aus, die Kosten dafür betragen 58 548 Euro.

Die Arbeiten werden im Herbst ausgeschrieben. Gleichzeitig werden die Arbeiten zur Straßensanierung auf der Breitebene ausgeschrieben. Die Kostenschätzung liegt bei 65 000 Euro. Die Straße in Richtung "Rosers Häldele" wird auf einer Länge von 350 Meter und die Breitebene-Straße wird auf 105 Metern saniert. Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme die Ausführung. Gemeinderat Wilhelm Uhl (CDU) hatte erklärt: "Ich bin für die Ausführung, aber nicht zu dem Preis."

Abwasserleitung der Teilnehmergemeinschaft "Munde" ist Thema

In einer weiteren Bauangelegenheit übernahm die Gemeinde per Beschluss die Abwasserleitung der Teilnehmergemeinschaft "Munde", die im vergangenen Jahr in privater Initiative gebaut wurde. Acht Anwesen und insgesamt 19 Personen wurden damit an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen, darunter auch die Biereck.

Die Übernahme von privat verlegten Abwasserleitungen durch die Gemeinde erfolgt nach Kontrolle mittels TV-Auge, einer Druckprüfung und einer Abnahme durch den Kanalaufseher. Die Eigentümer, über deren Grundstück die Leitung führt, schließen einen Gestattungsvertrag mit der Gemeinde. Nach Übernahme der Anlage durch die Gemeinde wird die Leitung zu Gunsten der Kommune dinglich gesichert. Die Gemeinde gewährt einen Baukostenzuschuss in Höhe der Abwasserbeiträge und erhebt mit Übernahme der Rohre künftig Abwassergebühren von den Eigentümern der angeschlossenen Grundstücke.