Hofstetten "Nadelöhr" bereitet Kopfzerbrechen

Die Einmündung der Friedhofstraße in die Hauptstraße bildet einen spitzen Winkel, der sehr gefährlich zu queren ist – ein Pflanzbeet soll baulich abgrenzen.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Mit dem letzten Teilabschnitt der Hofstetter Dorfsanierung hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erneut beschäftigt. Dietmar Ribar vom Ingenieur-Büro Zink erläuterte eine weitere Planvariante, die gewünscht worden war.

Hofstetten. Die etwa 140 Meter lange Sanierungsstrecke von der Dorfbrücke bis zum Seniorenzentrum ist vor allem am Gasthaus Drei Schneeballen geprägt von einer sehr beengten Verkehrssituation. Im Interesse der Inhaber des Gasthauses liegt es, so viele Parkplätze wie möglich in der Nähe des Gebäudes zu erhalten.

Bei der am Montag vorgestellten Variante ist die Stellplatztiefe der Parkplätze gegenüber des Gasthauses an der Friedhofsmauer tiefer angesetzt worden und der vorgesehene Zebrastreifen rückt weiter nach oben Richtung Kirche. Außerdem stand neben einem Behindertenparkplatz noch ein weiterer Stellplatz direkt am Gasthaus zur Debatte. Allerdings bereitet die Verkehrssicherheit im Bereich der Einmündung von Friedhofstraße in die Hauptstraße dem Rat viel Kopfzerbrechen. Mit den Parkplätzen direkt vor dem Haus tue er sich etwas schwer, äußerte auch Bürgermeister Martin Aßmuth Bedenken.

"Den Überweg von der Friedhofstraße zur Hauptstraße sehe ich als Schwachpunk", meinte Helmut Lupfer (Freie Wähler). Seiner Ansicht nach werde der kürzeste Weg zum queren genutzt und das sei an dieser Einmündung sehr gefährlich. Auch Ratskollege Bernhard Krämer (CDU) bezeichnete das Teilstück als "Nadelöhr" und angesichts des viel frequentierten Schulwegs sprach er sich für maximal einen Behindertenparkplatz direkt am Gasthaus aus. Gemeinderat Bernhard Kaspar (CDU) schloss sich dieser Ansicht an und verwies zudem auf die vielen Kindergartenkinder aus dem Neubaugebiet, die diesen Weg nehmen.

Die Problematik der dortigen beengten Situation sei bekannt, meinte Ribar. Große Fahrzeuge wie beispielsweise Müll- und Sattelkraftfahrzeuge müssten je nach Fahrtrichtung den gesamten Verkehrsraum – also beide Straßenseiten – nutzen, um rangieren zu können. Ribar führte an, dass ein Pflanzbeet an diesem verkehrstechnisch neuralgischen Punkt baulich abgrenzen solle: "Von den Erwachsenen ist bei der Querung eine gebotene Sorgfalt zu erwarten und den Kindern eine entsprechende Verkehrserziehung zu erteilen."

Gemeinderätin Veronika Neumaier (Freie Wähler) erkundigte sich, ob dort nicht ein zweiter Zebrastreifen möglich wäre. Das bezweifelte Ribar aufgrund der kurzen Abstände, aber untersucht werden könne es ja. Der Vorschlag von Neumaier wurde vom Bürgermeister aufgegriffen. "Wenn wirklich nur ein Zebrastreifen möglich ist, werden wir das gestalterisch lösen", fasste Aßmuth weitere Alternativen ins Auge. Möglich seien etwa in die Straße eingebrannte Fußspuren. Mehrheitlich entschied sich der Rat für nur einen Parkplatz direkt am Gasthaus.

Die Vereinbarung zu einer nochmaligen Planvariante wurde aufgrund eines Ortstermins am 7. Juli getroffen. Bei der Besprechung anwesend waren Bürgermeister Martin Aßmuth, die Gemeinderäte Bernhard Kaspar, Arnold Allgaier und Meinrad Mickenautsch sowie Dietmar Ribar, Hauptamtsleiter Mike Lauble und die Eheleute Bärbel und Werner Neumaier vom "Drei Schneeballen".

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