Hofstetten Hofstetten in Narrenhand

Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Hart umkämpft – und doch verloren! Der Hof­stetter Rathaus-Schlüssel ist bis Aschmittwoch fest in Narrenhand, bei bestem Sonnenschein wurde die Macht durch die Narrenzunft und die Alt-Steig-Hexen übernommen.

Hofstetten. Mit einem sehr gut besuchten Narrenfrühstück begann der Schmutzige Donnerstag in Hofstetten. Passend zum diesjährigen Fasentmotto "Märchenwald" tummelten sich Elfen und Zwerge am Frühstücksbuffet der Narrenzunft.

Um kurz vor elf Uhr machten sich dann alle auf den Weg, um den Kindergarten und die Schule zu stürmen. Anschließend wurde zu den Klängen der Guggenmusik gemeinsam zum Rathaus gezogen, wo Narrenvater Hans-Peter Singler und Oberhexe Tobias Uhl an die Tore der Macht klopften.

Zunächst erzählte Märchenonkel Arnold Allgaier die Geschichte von der jungen Familie, ihrem Töchterlein und wie sie ihr persönliches Paradies in einer kleinen Gemeinde im Herzen des Schwarzwalds gefunden haben. "Er war der einst fast schönste Bravo-Boy und wurde zum fast schönsten Bürgermeister in der sicherlich schönsten Gemeinde des Kinzigtals", erzählte Allgaier.

Die schwierige Suche der Familie nach dem kleinen Stück vom Glück wurde gewürzt mit Seitenhieben in Richtung Bürgermeister. Der Meister aller Bürger sei lieber im Märchenwald auf Wanderschaft gegangen, als dass er den Bändele aufhängenden Narren ein Bier gebracht hätte.

Als Wikinger-König Kronimus trat Aßmuth aus dem Rathaus und machte deutlich, dass er den Schlüssel sicher nicht kampflos übergeben werde. Mithilfe seiner Verwaltungs-Krieger wollte er die Narrenzunft samt Alt-Steig-Hexen besiegen – und blieb damit am Ende doch erfolglos. Bevor er den Schlüssel endgültig rausrücken musste, gab es von Oberhexe Uhl noch närrische Schelte. Beim Zunftmeister-Empfang anlässlich des Hexen-Jubiläums hätte es sich der Bürgermeister mit den Narren verscherzt, weil er bereits zu Beginn auf ein baldiges Ende der Veranstaltung verwiesen hatte. "Mir welle dir deswege eines verzelle: a Empfong endet, wenn die Narre nimmi welle!", rief Uhl und hatte Lacher samt Applaus auf seiner Seite.

Zu den bunten Klängen der schwarz-roten Musiker regnete es anschließend Süßes auf die wartenden Kinder, bevor in der Gemeindehalle das bunte Programm des Kindergartens mit Mini-Playback-Show zu sehen war.

Nach dem Rathaussturm feierten die Hofstetter Narren in der Gemeindehalle. Nachmittags startete der große Kindergartenumzug mit "Gizig rufe", bevor am späten Nachmittag das Wohnhaus der Lebenshilfe in Hofstetten durch die Narrenzunft besucht wurde. Abends stieg die Party im und um den Narrenkeller. Am Fasent-Samstag trifft man sich um 14 Uhr zum Hamberle-Umzug, bevor es am Fasent-Dienstag mit Kinderfasent und Hund-Verbannung schon wieder in Richtung Ende der Fünften Jahreszeit geht.

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