Hofstetten Henry Heller bekommt seinen Platz

Der Platz beim Hofstetter Rathaus wird nach dem ehemaligen Bürgermeister Henry Heller benannt. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Platz für Henry Heller: Was dem ehemaligen Bürgermeister schon bei seiner Verabschiedung geschenkt wurde, ist jetzt offiziell. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend den öffentlichen Beschluss gefasst.

 

Hofstetten. Damit ist der Mühlenplatz beim Rathaus zum "Henry-Heller-Platz" umgewidmet worden. Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Kaspar erläuterte in der ersten Sitzung unter Leitung von Hellers Nachfolger Martin Aßmuth die Beweggründe. "Wir wollten Henry Heller ein ehrendes Andenken in der Gemeinde erhalten – etwas, das bleibt." Nach 24 Jahren an der Spitze der Gemeinde habe er das verdient.

Aßmuth erklärte, auch wenn der Gemeinderat diese Umwidmung bereits in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen hatte, müsse sie in öffentlicher Sitzung ebenfalls noch einmal beschlossen werden. Das sehe das Straßengesetz für Baden-Württemberg vor. Der Beschluss fiel, wie zu erwarten war, einstimmig.

Dass nach Heller nun ein "Premiumplatz" in Hofstetten benannt wird, wurde hinsichtlich der E-Auto-Tankstellen deutlich. Denn diese werden nicht, wie zunächst vorgesehen, auf dem Platz hinter dem Rathaus eingerichtet. Das begrüßte Gemeinderat Peter Neumaier (FW): "Ich habe damals schon gesagt, dass wir hier zwei Premium-Parkplätze aufgeben."

Würden die Ladestationen am vorgesehenen Platz aufgestellt, wären für diese umfassende Tiefbaumaßnahmen erforderlich. Um dies zu vermeiden, werden sie verlegt: In die Georg-Giesler-Straße direkt neben die Trafostation.

Die Ladestationen für Elektro-Fahrräder können indes am ursprünglich vorgesehenen Standort bleiben. Wie Aßmuth erläuterte, kann die Stromversorgung für diese recht einfach über das Rathaus erfolgen. Arnold Allgaier (FW) wollte wissen, ob die Strom-Problematik Auswirkungen auf den geplanten Narrenbrunnen der Höllenhunde habe. Aßmuth antwortete, dass keine Beeinträchtigungen zu erwarten seien. Der erforderliche Strom für E-Autos sei einfach stärker.

Der Platz direkt neben dem Rathaus entwickelt sich unterdessen zu einer Problemstelle. Während der Frageviertelstunde wurde deutlich, dass Jugendliche den Platz, seit die Gemeinde einen W-Lan-Hotspot eingerichtet hat, abends als Treffpunkt nutzen. Eigentlich nichts Verwerfliches, aber: "Sie machen dort teils bis 1 Uhr nachts Lärm, sind uneinsichtig und hinterlassen Müll", war der Tenor der Diskussion. Aßmuth sagte, die Verwaltung habe das Problem bereits auf dem Schirm und berichtete von weggeworfenen Pizzakartons und Kondomen, die er selbst und seine Mitarbeiter schon mehrfach weggeräumt haben. Das mache weder ihm Spaß, noch sei es für die Anwohner angenehm. "Ein solches Verhalten ist nicht akzeptabel", befand der Bürgermeister.

Die Verwaltung beobachte die weitere Entwicklung. Unter Umständen könnte der Hotspot über Nacht abgestellt werden. "Ich bin nicht unbedingt für Verbote, aber das kann so nicht weitergehen", machte Aßmuth deutlich.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung hat Bürgermeister Martin Aßmuth zwei erfreuliche Personalien vermeldet. Sowohl für die Nachfolge von Hauptamtsleiter Martin Göhringer als auch für die Vakanz im Bürgeramt seien Lösungen gefunden worden. Wer demnächst das Team im Hofstetter Rathaus verstärkt, wollte der Bürgermeister aber noch nicht verraten. In Absprache mit den "Neuen" werden die Namen vorerst noch nicht herausgegeben.

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